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Handball: Meinel-Sieben will Aussetzer künftig vermeiden

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Von: Renee Sensenschmidt

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Handballspielerin beim Torwurf
Fenja Müller (beim Wurf) führt mit 72 Treffern derzeit die Torjägerliste in der Sachsen-Anhalt-Liga an. Dort rangiert die erst 17-Jährige mit dem SV Oebisfelde nach der Hinrunde auf Platz fünf. © Freier Mitarbeiter

Oebisfelde – Durchwachsen ist die Halbzeitbilanz der Handballerinnen des SV Oebisfelde, die in der Sachsen-Anhalt-Liga mit 9:9-Punkten Platz fünf innehaben. Die Leistungen der Schützlinge von Trainer Thomas Meinel, der die Mannschaft vor dem dritten Spieltag übernahm, waren durch einige Schwankungen gekennzeichnet, die Meinel aufgrund der Unerfahrenheit der zumeist recht jungen Spielerinnen als „normal“ bezeichnete. Diese befinden sich aber nach Ansicht des 56-Jährigen „auf einem guten Weg.“

Die Saison begann mit einer unerwarteten 21:23-Niederlage beim Dessauer-Roßlauer HV II. Es war das letzte Spiel für Trainer Sebastian Kausch, der den SVO in der Saison 2021/22 auf Platz fünf geführt hatte, und Spielerin Yvonne Malinowski. Lars Füchsel coachte das Team bei der 27:30-Niederlage in Jessau. In der Nachbetrachtung ein ordentliches Ergebnis, führt doch der JSV derzeit mit 16:2-Punkten die Tabelle an.

Die Allerstädter griffen danach auf die große Erfahrung von Trainer Thomas Meinel zurück, der seit 1996 im Verein insbesondere mit der ersten Männer-Mannschaft große Erfolge feiern konnte. Der HSV Magdeburg II wurde klar besiegt, es folgte ein Rückschlag gegen Halle-Neustadt III. Dann holte Meinel die erfahrene Franziska Dietz ins Team zurück, die beim 38:31-Sieg gegen Schönebeck mit zehn Toren ein super Comeback feierte und laut Meinel noch immer eine „große Hilfe“ ist. Auch beim überraschenden 34:29-Auswärtssieg bei der bis dahin ungeschlagenen SG Kühnau war „Franzi“ Dietz mit sechs Treffern beteiligt. Nicht aber bei der krachenden 19:29-Heimpleite gegen den TSV Niederndodeleben II, der mit einer körperbetonten Spielweise den jungen Oebisfelderinnen völlig den Schneid abkaufte. Beim überraschenden 34:31-Heimsieg gegen den Rangzweiten BSV Magdeburg trumpfte Fenja Müller mit 17 Treffern groß auf. Die 17-Jährige führt derzeit mit 72 Treffern auch die Torschützenliste der Liga an. Abschließend gab es ein 26:26-Remis bei der TSG Calbe, der die SVO-Frauen in der Rückrunde den vierten Platz noch streitig machen könnte.

„Wenn wir den fünften Platz halten können, wäre ich zufrieden. Wenn alles gut läuft und passt, dann ist auch noch ein Medaillenplatz für uns möglich“, blickt Thomas Meinel zuversichtlich auf die zweite Saisonhälfte, die am 14. Januar mit dem Heimspiel gegen Dessau-Roßlau II beginnt. Doch diese Zuversicht wurde in der Vorbereitung auf die Rückrunde getrübt. „Alle Spielerinnen plagen sich aktuell mit Grippe, Erkältungen und anderen Wehwehchen herum. Ich habe nie alle beisammen, wir können nur mit Einschränkungen trainieren“, berichtet Thomas Meinel. Trotzdem hofft der Coach, dass er die Schwächen seiner Mannschaft noch abstellen oder zumindest mildern kann. „In der Deckung müssen wir aggressiver arbeiten, um mehr Bälle zu erobern. Auch im Tempo- und Positionsspiel haben wir Reserven. Größtes Manko ist aber die Chancenverwertung. Die Mädels machen vieles richtig, doch dann sind die Würfe zu ungenau.“ Thomas Meinel weiß um die Fähigkeiten seiner Spielerinnen, die an einem guten Tag jeden Kontrahenten aus dem Oberhaus von Sachsen-Anhalt bezwingen können. Aussetzer soll es in der Rückrunde nach Möglichkeit nicht mehr geben.

Statistik

Ergebnisse

Dessau/Roßlau II - Oebisfelde 23:21

Jessener SV - Oebisfelde 30:27

Oebisfelde - HSV Magdeburg II 30:23

Halle-Neustadt III - Oebisfelde 34:22

SV Oebisfelde - Lok Schönebeck 38:31

SG Kühnau - Oebisfelde 29:34

Oebisfelde - Niederndodeleben II 19:29

Oebisfelde - BSV Magdeburg 34:31

TSG Calbe - Oebisfelde 26:26

Aufstellung/Spiele/Tore

N. Gerlach (8), Grosche (5), Schulze (4), Barte (1) - F. Müller (9 / 72), P. Gerlach (6 / 30), A. Müller (9 / 22), Jablonski (8 / 21), Stöter (9 / 21), Dietz (3 / 20), Kalupke (9 / 19), Schwertfeger (6 / 18), Franke (6 / 17), Füchsel (2 / 5), Malinowski (1 / 3), Gritte (6 / 1), Reuschel (7 / 1), Noack (1 / 1), Göhler (3), Verter (5).

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