„Karten werden neu gemischt“

Handball – Verbandsliga: HV Lok Stendal reist ersatzgeschwächt zum Derby

Es geht ums Prestige: Heute bestreitet Arno Görnemann (am Ball) vom HV Lok Stendal in der Handball-Verbandsliga das altmärkische Derby gegen die HSG Altmark West.
+
Es geht ums Prestige: Heute bestreitet Arno Görnemann (am Ball) vom HV Lok Stendal in der Handball-Verbandsliga das altmärkische Derby gegen die HSG Altmark West.
  • Patrick Nowak
    vonPatrick Nowak
    schließen
  • Tobias Weber
    Tobias Weber
    schließen

Mieste – Derbys sind immer prestigeträchtig und wichtig. Als Mannschaft möchte man sich im direkten Duell beweisen, wer der Bessere in der Region ist.

Aber wenn bereits vor Spielbeginn die ersten schlechten Nachrichten im internen Vereinskreis auftauchen, ist die Vorfreude auf dieses besondere Spiel dahin.

So ergeht es auch dem Handball-Verbandsligisten HV Lok Stendal und Trainer Frank Ziekau im Hinblick auf das heutige Derby gegen die HSG Altmark West (5. ).

Lange Pause ein Nachteil für HV Lok

Mit personellen Bauchschmerzen machen sich die Handball-Männer des HV Lok (11.) auf den Weg zur Miester Sporthalle (Anwurf 17.30 Uhr). „Wir sind stark ersatzgeschwächt. Man muss nach dem letzten Strohhalm greifen“, hadert Stendal-Trainer Frank Ziekau mit seiner Personalsituation.

„Solpke ist in der Favoritenrolle“, weiß er. Aufgrund des dünnen Kaders für das Meisterschaftsspiel hatten die personell dezimierten Stendaler eine Lösung parat. Diese hat sich aber relativ schnell von alleine aus dem Weg geräumt. Eine Verschiebung des Spiels konnte nicht ermöglicht werden. „Es ist schade, dass der DHB nur den Freitag und Sonntag als Absagetage bestimmt hat“, bedauert er.

Dass das Hinspiel gegen die HSG mit 24:20 gewonnen wurde, spielt für Ziekau keine Rolle mehr. Das heutige Spiel fände unter neuen Voraussetzungen statt. „Die Karten werden neu gemischt.“ Zudem hat der Gegner bereits ein Pflichtspiel in diesem Jahr absolviert – und gewonnen. Dagegen geht Ziekau mit seiner Mannschaft 2019 erstmals zurück auf die Platte. „Es ist ein Nachteil, weil man nicht im Trott ist.“

Zwei Faktoren sprechen für Weis-Sieben

Darauf ist Marco Weis, Trainer der HSG Altmark West, eingestellt. Die Favoritenrolle nimmt er mit seiner Mannschaft gerne an – für ihn zählt nur der Derby-Sieg. „Wir haben im Prinzip alle Vorteile in unserer Hand. Daher wollen wir die zwei Punkte auch unbedingt einfahren“, unterstreicht Weis vor dem Heimspiel.

Zu den vom Trainer angesprochenen Vorteilen: Zum einen spricht die heimische Halle für die Westaltmärker. Auf der anderen Seite, und dieser Faktor ist wahrscheinlich noch wichtiger, agieren die Gastgeber bekanntlich mit Haftmittel. Dies ist in der Halle des Kontrahenten HV Lok nicht gestattet. Demnach trainiert Stendal auch nicht damit. Weis: „Mit Haftmittel ist es ein ganz anderes Spiel.“

Auch der HSG-Trainer muss in diesem prestigeträchtigen Spiel personelle Veränderungen vornehmen. Er muss ohne Tim Röscher, Martin Hesse und Philipp Gürtler auskommen, kann aber auf Youngster Jonas Teitge sowie Morris Otto und Christian Grabow aus der zweiten Mannschaft der HSG zurückgreifen.

VON PATRICK NOWAK UND TOBIAS WEBER

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare