Multisportler Philipp Kiebach wollte sich auf einen Sport konzentrieren – geklappt hat es nicht

Mit Hand und Fuß

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Ob beim Handball oder beim Fußball: Philipp Kiebach gibt immer 100 Prozent und stellt sich regelmäßig in den Dienst seiner Mannschaften Osterburger FC und HSG Osterburg. 

Osterburg. Beschäftigt man sich in der Biesestadt Osterburg mit den beiden vorherrschenden Sportarten Fußball und Handball, so ist ein Name allgegenwärtig – Philipp Kiebach.

Der 27-Jährige steht sowohl für den Osterburger FC auf dem grünen Rasen der Fußball-Landesklasse, als auch in der Handball-Verbandsliga für die HSG Osterburg auf der Platte.

Eigentlich wollte sich der Multisportler im Sommer nur noch auf eine Sportart konzentrieren und wurde zum Saisonende sogar beim OFC offiziell verabschiedet. Doch nur wenige Wochen später am ersten Spieltag der Landesklasse bei der 2:5-Niederlage beim FSV Havelberg kam Kiebach in der 51. Spielminute in die Partie. „Von heute auf morgen einfach aufzuhören ist nicht leicht. Das Bein hat gekribbelt“, blickt Kiebach, der im Fußball im Sturm wiederzufinden ist, auf den August zurück. „Meine Prioritäten liegen aber beim Handball. Beim OFC helfe ich nur dann aus, wenn Not am Mann ist.“

Selbst für seine Teamkollegen bei der HSG war es überraschend wenngleich nicht gänzlich verwunderlich, dass Kiebach mit dem Fußball nicht gänzlich abschließen konnte: „Für mich war es eine Überraschung. Aber er ist sportverrückt. Ich kenne ihn gar nicht anders“, so HSG-Kollege Sebastian Papendiek, der ebenfalls sportlich zurückfahren wollte und weiß wie schwer es Kiebach dabei ging. „Ich bin umgezogen und wollte auch aufhören. Doch ich habe dann selbst gemerkt, dass es nun mal kribbelt“, so Papdendiek weiter. Zwei Sportarten auf hohem Niveau auszuführen geht auch am Körper nicht spurlos vorbei: „Ich hatte die letzten Jahre jeden Tag Training. Die Belastung merkt man dann am Wochenende. Man hängt dann schon durch“, sagte Kiebach. Doch immerhin damit ist der vielseitige Angreifer, der im Handball im Rückraum zum Zuge kommt, zurückgefahren. Inzwischen trainiert er nur noch mittwochs und freitags bei der HSG. Seiner Leistung gibt das minimierte Training aber keinen Bruch, wie auch Papendiek bemerkt: „Er spielt einen guten Ball. Er ist erfolgreich und bringt in beiden Mannschaften seine Leistung. Da kann man nichts sagen.“ Ziele steckt sich der 27-Jährige ebenfalls. „Irgendwann spiele ich nur noch Handball. Ich habe den Wunsch mit der HSG aufzusteigen.“ In der Vorsaison schrammte er mit seinen Mannschaftkollegen knapp am Aufstieg und am Pokalsieg vorbei.

Von Falk-Stéphane Dezort

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