HALLENFUSSBALL 1. Raiffeisen-Super-Cup in Tangerhütte

Alle Erwartungen übertroffen

+
Titelträger Eintracht Braunschweig kam nur mühsam in das Turnier, war aber hellwach, als es in die K.o.-Spiele ging.

Eintracht Braunschweig hat den 1. Raiffeisen-Super-Cup der E-Jugend in Tangerhütte gewonnen. Über 350 Zuschauer sorgten am Sonnabend für eine Stimmung, die niemand so schnell vergessen wird.

Tangerhütte – Sie kamen mit Pauken, Trompeten und voller Enthusiasmus. Egal ob die Fans des SV Germania, der lautstarke Anhang des SV Grieben oder die Eltern der Spieler anderer Vereine, sie alle verbreiteten eine Atmosphäre, die die Nachwuchs-Kicker auf dem Parkett der altehrwürdigen Tangerhütter Halle zu Höchstleistungen anspornte.

Torschützenkönig: Levi Priebe (Babelsberg).

Es war ein Hallenturnier auf höchstem E-Jugend-Niveau, was nicht zuletzt am hochkarätigen Teilnehmerfeld lag. Bereits in der Vorrunde kristallisierten sich mit Germania Halberstadt und dem SV Babelsberg zwei Teams heraus, über die der Weg zum Titel auf jeden Fall führen würde. Tangerhütte und Grieben gehörten zwar nicht zu diesem elitären Kreis, setzten aber ebenfalls kleine Ausrufezeichen. Entscheidungen fielen in der Gruppenphase noch keine. Der Turniermodus machte es möglich, dass im anschließenden Viertelfinale noch jede Mannschaft die Chance hatte, den einen oder anderen Ausrutscher aus der Vorrunde zu korrigieren. Eintracht Braunschweig (3:0 gegen den FCM) und Energie Cottbus (4:2 gegen Lok Leipzig) gelang dies eindrucksvoll. Und auch Tangerhütte steigerte sich enorm. Gegen den SV Babelsberg zeigte die Germania ihre beste Turnierleistung und scheiterte nur knapp – 0:2. Der SV Grieben blieb gegen Halberstadt chancenlos (0:10).

Bester Spieler: Jeremy Rosentreter (Eintracht).

Die Teams, die im Viertelfinale den Kürzeren gezogen hatten, spielten die hinteren Platzierungen unter sich aus. Die Top-Vier marschierten ins Semifinale. Hier gewann Babelsberg im Brandenburger Derby gegen Energie Cottbus auch sein fünftes Spiel an diesem Tag (1:0). Die Braunschweiger Eintracht schlug Halberstadt dank seiner Nervenstärke im Penaltyschießen mit 3:2. Ihren daraus resultierenden Frust entluden die Germanen im Spiel um Platz drei, wo sie Cottbus mit 6:2 überrollten.

Bester Torwart: Henrik Jacob (Tangerhütte).

Das Endspiel zwischen Braunschweig und Babelsberg verlief ebenso hochklassig wie spannend. Letztlich gelang es der Eintracht, den Potsdamern ihre erste Pleite des Tages zuzufügen – ausgerechnet im Finale. Nach einem verdienten 2:1-Sieg ging der Titel schließlich an die Niedersachsen.

Im Anschluss versprachen die Sieger und auch die anderen Teams bei einer möglichen Neuauflage im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder dabei sein zu wollen. Als Gastgeber hatte sich Germania schließlich von seiner besten Seite gezeigt. Programmpunkte wie eine Tombola und ein Interview mit Sören Osterland (NLZ-Leiter des FCM) rundeten ein mit viel Liebe zum Detail organisiertes Turnier perfekt ab.

VON TOBIAS HAACK

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare