Fußball-Verbandsliga: Arnstedts Stürmer zeigt starker Lok-Elf, wie man Tore schießt und gewinnt – 2:3

Härtl düpiert Stendal in acht Minuten

Vergab nach der Halbzeitpause eine von zahlreichen Großchancen für den 1. FC Lok Stendal: Mittelfeldmann Vincent Kühn. Foto: Jacobs

Stendal. Seinen 33. Geburtstag hatte sich Sven Körner ganz sicher anders vorgestellt. Der Trainer von Fußball-Verbandsligist 1.

FC Lok Stendal durfte am Sonnabend Glückwünsche zu seinem Ehrentag entgegennehmen und sich auch zum guten Spiel seiner Mannschaft gratulieren lassen. Nur das Geschenk, in Form von drei Punkten, blieb für Körner aus. Seine Mannschaft unterlag gegen Edelweiß Arnstedt mit 2:3. Und das, obwohl die Stendaler zur Pause bereits mit 2:0 führten und über weite Strecken der Partie eine ihrer besten Saisonleistungen ablieferten.

Bereits nach 17 Minuten ging die Lok-Elf dabei mit 1:0 in Führung. Eine offensichtlich einstudierte Eckballvariante nutze Steven Schubert am langen Pfosten eiskalt aus und traf zur Führung. Und die verdienten sich die Stendaler mit viel Ballsicherheit, abgezockter Zweikampfführung und einer damit verbundenen Defensive, die nicht zu knacken schien. Die Gäste, immerhin Tabellendritter, fanden offensiv so gut wie gar nicht statt. Unterdessen setzte Lok immer wieder Nadelstiche und erspielte sich so auch das 2:0. Nach einem Angriff über die rechte Seite flankte Benedikt Nellessen in den Strafraum, wo die Arnstedter zwar mit Mühe klären konnten, doch der mitaufgerückte Linksverteidiger Philipp Groß versenkte den Abpraller mit einem platzierten Flachschuss im Arnstedter Tor (38.).

Und auch nach dem Seitenwechsel dominierte Lok die Partie nach Belieben, vergaß aber das Toreschießen. Groß hämmerte den Ball an die Lattenunterkante (47.), Vincent Kühn schoss vorbei (50.), Philipp Grempler scheiterte am Keeper (55.) und Steven Schuberts Versuch wurde in letzter Sekunde abgeblockt. Später klatschte ein Freistoß Schuberts auch noch an die Latte (90.+3).

Doch in der Zwischenzeit hatte Arnstedts Torjäger Matthias Härtl den Altmärkern gezeigt, wie man Tore macht. Mit einem lupenreinen Hattrick innerhalb von acht (!) Minuten, drehte der Stürmer die Partie und sicherte seiner Elf den Auswärtssieg. Besonders sehenswert war dabei der Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1, als Härtl eine Flanke von Rick Eilfeld mit der Brust ins Tor beförderte.

• Tore: 1:0 Steven Schubert (17.), 2:0 Philipp Groß (38.), 2:1, 2:2, 2:3 Matthias Härtl (80., 83., 88.).

• Zuschauer: 152.

Von Michael Jacobs

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