Fußball – 3. Liga: FCM-Coach rüttelt Mannschaft wach / Pokal am 21. März

Härtels Warnschuss

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Der Auftritt seiner Mannschaft beim 1:3 gegen Rot-Weiß Erfurt stimmte FCM-Trainer Jens Härtel nachdenklich. Es war ein unerwarteter Fehlstart ins neue Jahr.

Magdeburg. Es war ein Auftritt mit Seltenheitswert, den der 1. FC Magdeburg am Montagabend bei der 1:3-Niederlage in Erfurt hingelegt hat. Nichts war zu sehen von den Stärken der Hinrunde. An die beiden guten Testspiele der Winterpause wurde zu keinem Zeitpunkt angeknüpft.

Und auch Trainer Jens Härtel zeigte ein bislang eher unbekanntes Gesicht, als er sein Team nach der Partie am MDR-Mikrofon scharf kritisierte und die Fehler einzelner Spieler beim Namen nannte.

Floskeln wie „selten dämlich“ gehen dem besonnenen FCM-Coach in der Regel nicht über die Lippen. Doch nach den ernüchternden 90 Minuten – inklusive leichtfertig verspielter Führung – sah der 49-Jährige scheinbar den richtigen Moment gekommen, einen Warnschuss an seine Profis abzufeuern. Zu wenig hatten sie zum Auftakt des Pflichtspieljahres gezeigt. Nicht ihre spielerische Klasse der Hinserie, nicht den nötigen Einsatz, nicht die gewohnte Cleverness und vor allem nicht die Robustheit und Konzentration in der Abwehr. Zwei Kopfball-Gegentore nach Standards waren ganz und gar FCM-untypisch. Keine Frage: Die 1:3-Pleite im Steigerwaldstadion war zweifelsfrei auf eine mangelhafte Einstellung zurückzuführen.

Für die Magdeburger, die in der Tabelle weiterhin komfortable sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz haben, war es in der laufenden Saison nicht der erste Aussetzer dieser Art. Auch gegen Großaspach (1:4), Zwickau (1:3) oder Unterhaching (0:3) leisteten sich die Elbestädter diverse Blackouts, zeigten in den Wochen danach aber auch die entsprechende positive Reaktion.

Die erwartet Jens Härtel nach seiner harschen Kritik nun auch am kommenden Sonnabend im Heimspiel gegen den SV Meppen. Nicht auszuschließen, dass der Fußballlehrer dann auch personell reagieren wird. Die fehlende defensive Robustheit könnte beispielsweise Felix Schiller problemlos kompensieren. Offensiv sind die Qualitäten eines Philipp Türpitz nicht erst seit der Hinserie bekannt. Das Duo dürfte die besten Chancen haben, wieder in die Startelf zu rutschen.

Neuigkeiten gab es gestern auch in Sachen Landespokal. Wie der Fußball-Verband Sachsen-Anhalt bekannt gab, wurde ein Termin für das noch ausstehende Viertelfinale gegen den Halleschen FC gefunden. Demnach treten die Magdeburger am 21. März um 19 Uhr im Erdgas-Sportpark des HFC an.

Von Tobias Haack

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