FUSSBALL 3:5 im Test gegen Barleben / Torwartfrage vorerst geklärt

„Haben alles vermissen lassen“

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Haben noch Arbeit vor sich: Neuzugang Denis Neumann (r.) und der 1. FC Lok Stendal. Im vorletzten Testspiel gegen den Verbandsligisten FSV Barleben gab es für die Altmärker eine Niederlage.

Stendal – „Wir haben alles vermissen lassen. “ Jörn Schulz war am Sonnabend nicht einverstanden mit dem Auftritt seiner Mannschaft.

Der Trainer des Fußball-Oberligisten 1. FC Lok Stendal sah beim 3:5 (0:3) im vorletzten Testspiel auf heimischem Platz gegen den FSV Barleben eine schwache Vorstellung. Stendal fehlten gegen den Verbandsligisten Schulz’ Beobachtungen nach Laufbereitschaft, Zweikampfführung, das Verbale auf dem Platz und eine allgemeine positive Stimmung. Für den Lok-Coach war das Vorbereitungsspiel gegen Barleben „das Schlechteste“, was er von seiner Elf gesehen hat.

„Man lebt immer im Jetzt. Das war ein Rückschlag.“ Lok Stendal wolle schon scharf sein, so Schulz. Gemessen am Test vom Wochenende ist bei den Eisenbahnern noch Luft nach oben. Bis auf die fehlenden Stammspieler Philipp Groß und Martin Gödecke „haben teilweise die gespielt, die es nächste Woche richten sollen in Berlin“, blickt der Trainer auf den Oberligaauftakt bei Blau-Weiß Berlin (3. August).

Da Barleben keinen Torhüter aufbieten konnte, spielten die Lok-Keeper Bryan Giebichenstein und Steffen Westphal jeweils eine Halbzeit für Stendal und Barleben. Giebichenstein wird auch morgen im Test beim FC Stahl Brandenburg (19 Uhr) durchspielen. „Die Torwartfrage ist in diesem Falle geklärt für die ersten beiden Spiele“, sagte Schulz. Grund: Westphal verpasst Spieltag eins und zwei. Stendals Torhüter waren aber nicht Schuld an der Niederlage.

„Es sind die einfachen Dinge, die uns in der Rückrunde auch ausgezeichnet haben“, kann sich Schulz mit dem Ist-Zustand seines Teams nicht anfreunden. Es fehle an Leidenschaft und der Bereitschaft. „Wir werden in der Oberliga in jedem Spiel über unsere Grenzen gehen müssen. Wenn die Jungs das nicht verinnerlichen, dann wird das böse enden.“

In der ersten Halbzeit hatte Stendal überhaupt keinen Zugriff und Barleben bestimmte das Geschehen. Lok leistete sich unnötige Ballverluste, spielte zu ungenau und kam mehr in Bedrängnis als zur Entfaltung. Nach drei Annäherungen der Barleber traf Dennis Spitzer zum 0:1 (23.). Lok konnte im Vorfeld eine Ecke nicht klären. Kurz darauf das 0:2: Sebastian Heys Fehlpass landete bei Spitzer, der sich bedankte (25.). Die einzigen Stendaler Möglichkeiten hatte Denis Neumann per Kopf (35.) und nach einer Kombination mit Niclas Buschke (38.). Vor der Pause gelang Barleben die verdiente 3:0-Halbzeitführung durch Hendrik Romahn (40.).

Zum Start des zweiten Durchgangs wechselte Lok vierfach und wurde etwas besser. Maurice Pascale Schmidts Abschluss wurde entschärft (50.). Fünf Minuten später konnte Schmidt auf 1:3 verkürzen (55.). Im Gegenzug stellte Romahn den alten Vorsprung wieder her (56.). Chancen blieben in der Folge aus. Stendal kam durch Schmidt auf 2:4 heran (70.), bekam aber erneut die passende Antwort der Gäste durch Romahn (74.). Lok-Angreifer Neumann beendete dann das torreiche Testspiel mit dem 3:5 per Strafstoß (84.). „Ich glaube, da sollte sich jeder hinterfragen, wo die Fehler bei jedem Einzelnen waren“, forderte Neumann nach Abpfiff.

1. FC Lok Stendal: Giebichenstein (Westphal) – L. Balliet (46. Bubke), Schaarschmidt, Hey (46. Mahrhold), Salge (46. Wolff) – Baudis (46. Schubert) - Buschke, Kolzenburg, Krüger – Neumann, M. P. Schmidt.

Tore: 0:1, 0:2 Dennis Spitzer (23., 25.), 0:3 Hendrik Romahn (40.), 1:3 Maurice Pascale Schmidt (55.), 1:4 Romahn (56.), 2:4 Schmidt (70.), 2:5 Romahn (74.), 3:5 Denis Neumann (84./Strafstoß).

VON PATRICK NOWAK

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