Basketball – Daniel Günther erhält beim VfL Kalbe Abschiedsspiel / Viele gute Erinnerungen

Der „Günni“ mit dem goldenen L

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Die Bezirksliga-Basketballer des VfL Kalbe (rote Trikots) und viele ehemalige Spieler des VfL standen sich am Sonnabend in der Kalbenser Sporthalle gegenüber, um Daniel Günther (Mitte) einen würdigen Abschied zu geben. 

Kalbe. „Heute ist einer der traurigen Momente, die ich eigentlich nicht so mag. Wir wollen einen Menschen verabschieden, zu dem wir aufgeschaut haben. In deinem Herz trägst du ein L, das L für Leidenschaft. In deinem Fall ist es ein goldenes L.“

Die würdigen Worte, die Thomas „Friedel“ von Glahn, Mister Basketball beim VfL Kalbe, wählte, galten am Sonnabend Daniel Günther, der 14 Jahre für den VfL auf Korbjagd gegangen ist.

Mit 14 Jahren hat der heute 33-Jährige in Dessau mit dem Basketball begonnen. Daniel Günther spielte dort mehrere Jahre im Nachwuchs und dann auch bei den Männern in der 2. Regionalliga. Dann begann „Günni“ sein Studium (Lehramt) in Magdeburg. „Im dortigen Uni-Team traf ich auf Nils Mühlisch, Harald Lotsch, Mathias Keune und Daniel Maue. Insbesondere der Nils hat große Überzeugungsarbeit geleistet und so bin ich dann beim VfL gelandet“, berichtet Daniel Günther, der den Wechsel in die Altmark nicht bereuen sollte. Denn neben der sportlichen Herausforderung in der Oberliga gefiel dem Dessauer sofort das „herzliche Miteinander“ im Verein und in den Familien der Spieler. „Die Leute um Friedel haben sich um alles gekümmert, alle sind hier füreinander da. Der VfL ist eine große Familie. Mir hat es großen Spaß gemacht, für diesen Verein zu spielen. Ich werde immer ein Teil dieser Familie bleiben“, meinte der zweifache Familienvater, dessen Kinder Mathilde und Joseph sowie Frau Lise beim Abschiedsspiel dabei waren.

Eine Saison in der 2. Regionalliga, aus der sich der VfL trotz Klassenerhalt wieder zurückzog, und der Gewinn des Landesmeistertitels 2014 waren die sportlichen Höhepunkte, die Daniel Günther beim VfL erleben durfte. Erfolge, an denen der Aufbauspieler großen Anteil hatte. „Auf Günni war immer Verlass. Er hat mit viel Herzblut gespielt und war unheimlich abgezockt. Daniel war für unser Team goldwert. Wenn wir nicht weiterwussten, hat er den Ball gefordert und Lücken gerissen. Daniel ist ein kompletter Basketballer, der auch menschlich super zu uns gepasst hat“, möchte auch VfL-Spielertrainer Harald Lotsch die gemeinsame Zeit nicht missen.

Beim Abschiedsspiel traf der aktuelle Bezirksligist auf ein Team mit Spielern, die einst auch das VfL-Trikot getragen haben. Daniel Günther spielte jeweils zwei Viertel für beide Mannschaften. „Damit hast du heute die Chance, insgesamt acht Fouls zu ziehen, ohne das du ausscheiden musst“, meinte Thomas von Glahn, der die Rolle des Unparteiischen übernahm, vor der Partie. Doch soweit sollte es nicht kommen, denn die Akteure gingen äußerst fair miteinander um. Erst im letzten Viertel, als die VfLer eine Aufholjagd starteten, stieg bei den Ehemaligen die Foulquote. Letztere hatten insbesondere das zweite Viertel bestimmt und sich eine 37:23-Pausenführung erarbeitet. Am Ende sollte dieses Polster für die Mannen um Topscorer Marcel Manthey (23 Punkte) reichen, um das Spiel mit 69:63 zu gewinnen.

Daniel Günther spielt inzwischen für den Oberligisten Börde Magdeburg. Bis er 40 Jahre alt wird, will „Günni“ noch aktiv spielen. Und vielleicht kommt es in dieser Zeit zwischen dem VfL Kalbe und Börde mal zu einem Kampf um Punkte. Denn in Kalbe wird Daniel Günther immer willkommen sein.

• VfL Kalbe: Lotsch (14 Punkte), Schülke (7), Schuler (2), Günther (2), Drüsedau (6), Duwe, Czubkowski (11), Gericke (7), Schmieder (3), Schröder (4), Berck (7).

• Ehemalige: Maiwirth (13), Koepke (10), Günther (10), Mühlisch, Rothenbeck, Mathey (23), Lenz (2), Maue (11).

Von Renee Sensenschmidt

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