FUSSBALL – DFB-POKAL FCM unterliegt Darmstadt in der Verlängerung 2:3

Großer Kampf nicht belohnt

Leidenschaftlicher Kampf bis zum Schluss: Jürgen Gjasula (l.) und der 1. FC Magdeburg unterlagen nach Verlängerung Marvin Manu und Darmstadt 98. Foto: Lindenau
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Leidenschaftlicher Kampf bis zum Schluss: Jürgen Gjasula (l.) und der 1. FC Magdeburg unterlagen nach Verlängerung Marvin Manu und Darmstadt 98. Foto: Lindenau

Magdeburg – Überragende erste Halbzeit, Einbruch in der zweiten: Der 1. FC Magdeburg präsentierte sich am Sonntagabend in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den SV Darmstadt 98 mit zwei Gesichtern. Die Partie ging in die Verlängerung.

Hier musste sich der FCM nach großem Kampf mit 2:3 geschlagen geben. Zur Halbzeit hatte er noch 2:0 geführt.

Trainer Thomas Hoßmang setzte auf ein 4-2-3-1-System mit Christian Beck als Spitze. Und wie es sich der Trainer gewünscht hatte, waren seine Schützlinge von Beginn an da. Nach kurzer Abtastphase übernahmen die Magdeburger die Regie, wollten die 5000 Zuschauer in der unter Corona-Bedingungen ausverkauften MDCC-Arena mit frühem Pressing und schnellem Umschaltspiel beeindrucken. Das gelang ordentlich, auch wenn große Chancen zunächst ausblieben. In der 13. Minute konnte eine Flanke von Neuzugang Raphael Obermair aber nur noch zur Ecke geklärt werden. Und diese Standardsituation brachte die Magdeburger Führung. Jürgen Gjasula spielte sie kurz auf Bertram, der ihm den Ball zurückgab. Gjasulas gefühlvoller Heber auf Tobias Müller war perfekt platziert. Der Innenverteidiger stieg hoch und köpfte zum 1:0 ein (14.).

Und der FCM machte weiter Druck. Beflügelt von den lautstarken Fans im zuletzt so stillen Stadionoval warf die Hoßmang-Elf alles nach vorn. Einen Pass von Daniel Steininger durch die Darmstadter Abwehrreihen nahm Beck an und netzte den Ball zum zu diesem Zeitpunkt verdienten 2:0 ein (26.). Der Jubel schien kein Ende zu finden. Und die Überraschung war zum Greifen nah. Doch es war noch keine halbe Stunde absolviert. Wann würde der Zweitligist kommen? Offensiv waren die Lilien bis dahin blass. Die FCM-Abwehr nahm Stürmer Serdar Dursun gut aus dem Spiel. Hatte allerdings auch einen frühen Verlust zu verkraften. Müller musste viel einstecken. Als er einen Fuß in den Brustkorb bekam, ging er mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden. Und musste wenige Minuten später den Rasen verlassen. Hoßmang brachte Brian Koglin für seinen starken Torschützen. Drei Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit wurde es dann einmal gefährlich im Magdeburger Strafraum. Doch Tobias Kempe verstolperte den Ball. So ging es mit dem 2:0-Pausenstand in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Darmstädter wie ausgewechselt. Schneller und sicherer im Spielaufbau sorgten sie für Gefahr. Der FCM hatte Probleme mitzugehen. Und musste in der 53. Minute den ersten Gegentreffer hinnehmen. Marvin Mehlem war zu schnell und traf. 13 Minuten später glich Kempe mit einem brachialen Kracher aus gut 20 Metern aus. Magdeburg wirkte müde und ausgelaugt, stemmte sich aber leidenschaftlich gegen den drohenden Rückstand. Auch wenn die Kraft schwand, der Kampfgeist stimmte. So rettete sich die Hoßmang-Elf in die Verlängerung.

Und da fiel sie dann doch, die Führung für die Lilien. Mathias Honsak sorgte mit dem 2:3 für Schweigen im Stadion (100.). Die Gastgeber gaben sich nicht geschlagen, Beck hatte Pech beim Kopfball, der an den Innenpfosten prallte (112.). Eine Minute später verpasste Kai Brünker denkbar knapp per Kopf. Die Überraschung blieb aus.

Tore: 1:0 Tobias Müller (14.), 2:0 Christian Beck (26.), 2:1 Marvin Mehlem (53.), 2:2 Tobias Kempe (66.), 2:3 Mathias Honsak (100.).

1. FC Magdeburg: Behrens - Obermair, T. Müller (33. Koglin), Burger, Perthel (86. Harant) - Gjasula, Malachowski - Steininger (86. A. Müller), Bertram (67. Brünker), Sliskovic (67. Conteh) - Beck.

SV Darmstadt 98: Klaus - Herrmann, Rapp, Mai, Holland - Pálsson - Paik (70. Honsak), Kempe (116. Pfeiffer), Mehlem (104. Schnellhardt), Manu (80. Skarke) - Dursun (106. Platte).

VON SABINE LINDENAU

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