Pferdesport: Springturnier in Miesterhorst / Greiffert: „Die Stimmung war echt super.“

Der „Große Preis“ bleibt daheim

+
Der ganz große Triumph kam zum Schluss im S*-Springen mit Stechen: Jan Greiffert sicherte sich auf Lady Lüka den Großen Preis von Miesterhorst.

Miesterhorst. Klein aber fein, so dürfte kurz und prägnant das Fazit derer ausfallen, die am Wochenende das Springturnier in Miesterhorst besucht haben.

Zum dritten Mal in Folge – und damit ist es Tradition – haben die Mitglieder des Reit- und Fahrvereins (RFV) Miesterhorst ein Turnier ausgerichtet und sich als denkbar gute Gastgeber erwiesen. „Wir sind sehr zufrieden. Alles ist bestens verlaufen, auch wenn das Wetter am Sonntag einmal grenzwertig war. Und ganz wichtig für uns ist auch, dass es keine Unfälle gab und alles ohne Komplikationen über die Bühne ging. Die Stimmung war echt super“, fasste der Vereinsvorsitzende, Jan Greiffert, zusammen. Großen Anteil daran hatten „die Helfer, die ihre Arbeit sensationell gemacht haben“ und die Sponsoren. Die gaben nicht nur Ehrenpreise, sondern ermöglichten allen Zuschauern auch freien Eintritt zum Festplatz, auf dem gleich am Anfang Schausteller mit Karussell und Süßigkeiten die Augen der Kinder leuchten ließen. Der Auftritt des Musikzuges Mieste am Sonntag war ein weiteres Highlight.

Von der Organisation her war das Turnier am Sonnabend mit E-, A- und L-Prüfungen eher auf die Nachwuchsreiter zugeschnitten (Altmarkzeitung berichtete) und am Sonntag auf junge Pferde und dann auf Reiter mit höheren Leistungsklassen, die sich in den Klassen L, M und S messen konnten. Wobei es ganz zum Schluss so richtig spannend wurde. Im S*-Springen mit Stechen hatte sich zunächst der erste Starter, Ralf-Werner König aus Haldensleben, mit Monsun durch eine strafpunktfreie Runde für das Stechen qualifiziert. Dass es das Finale tatsächlich geben wird, stand dann erst nach dem letzten Starter fest, nachdem auch Greiffert seine Lady Lüka ebenfalls ohne Strafpunkte durch den Parcours gebracht hatte. Im Stechen leistete sich König in der Zeit von 35.73 Sekunden dann zwei Abwürfe. Da hätte es Greiffert durchaus ruhig angehen können. Aber nichts da! Er brauchte nur unwesentlich länger, und zwar 37,75 Sekunden, für seine zweite Runde, in der am Ende allerdings nur ein Abwurf zu Buche stand. Womit dann der letzte Sieg des Turniers bei den Gastgebern blieb.

Das war bei weitem nicht der einzige Erfolg. Zuvor hatten sich Lena Kusch auf Lordes in der 1. Abteilung des M*-Springens und dann Greiffert auf Carlos im L-Punktespringen die goldenen Schleifen gesichert. Zur tollen Schleifenausbeute der Miesterhorster Reiter trugen zudem Gordon Schridde, wie Greiffert gleich mehrmals, und dann Lea Hasselberg sowie Susan Ringel bei. Damit stehen die Zeichen für ein viertes Turnier äußerst gut. Greiffert: „Wir sollen das Turnier in dem Umfang weiterführen, wobei es sicher noch das ein oder andere zu verbessern gibt.“

Von Meike Schulze-Wührl

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare