FUSSBALL – Trainer des TuS Schwarz-Weiß Bismark hört nach 15 Jahren auf

Gremplers gutes Gewissen

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Abschied in XXL: Die Spieler des TuS SChwarz-Weiß Bismark hatten ihrem scheidenden Trainer Dirk Grempler auf besondere Art Danke gesagt.

Bismark – Es hatte sich im Vorfeld der abgelaufenen Saison angekündigt, dass Dirk Grempler nach 15 Jahren seinen Trainerposten beim Fußball-Landesligisten TuS Schwarz-Weiß Bismark abgibt. Christoph Grabau sollte sich als Co-Spielertrainer mehr einbringen.

Und so gibt es zur neuen Spielzeit einen fließenden Wechsel. Im Gespräch mit der Altmark Zeitung äußerte sich Dirk Grempler zum Abschied von der Trainerbank, der Zeit in Bismark und der schweren letzten Saison.

„Nach 15 Jahren ist es eben auch an der Zeit, mal an sich zu denken und ein Stück weit abzugeben. Ich freue mich auf diese Zeit, weil ich weiß, dass diese 15 Jahre auch gezerrt haben.“ Unter der Woche und an den Wochenenden auf dem Sportplatz zu stehen – und das jahrelang – das kostet Kraft. Nun zieht sich Grempler als Trainer zurück. Dennoch bleibt er dem Verein in der neuen Saison erhalten und wird Neu-Trainer Christoph Grabau in der zweiten Reihe unterstützen. Wie lange, das lässt Grempler jedoch offen.

Dass die letzte Saison in Bismark solch einen Verlauf genommen hat, war so nicht geplant. Doch die Zeiten beim TuS waren generell nicht immer leicht. „Wir hatten auch viele schwere Jahre und hatten Probleme, wo wir gucken mussten, wie wir aus der Saison herauskommen“, sagt Grempler. Seine Elf konnte sich aber immer in der Landesliga halten. „Ich bin stolz darauf, dass wir mit unseren begrenzten Möglichkeiten in Bismark es geschafft haben, 15 Jahre nicht abzusteigen. Nur so, durch diese Synergie über die vielen Jahre, war es möglich.“

In diesem langen Zeitfenster sind Spieler zum TuS Bismark gekommen und wieder gegangen. Doch Grempler blieb, verwuchs mit dem TuS und könnte daher mehrere Anekdoten erzählen. Doch die Zeit war zu lang, um sie konkret in Worte zu fassen. Grempler sieht sein langes Engagement in Bismark positiv. „Die Erinnerungen sind sicherlich groß. Es gab schöne und nicht so schöne Momente. Aber das ist im Fußball halt so. Das ist auch das Schöne am Fußball, dass man sich Woche für Woche beweisen muss.“ Beweisen muss sich der scheidende Trainer nicht mehr. Er kann loslassen. Mit einem guten Ende: dem Klassenerhalt. Keiner verabschiedet sich gerne mit einem negativen Erlebnis. Ein Abstieg hätte Gremplers Abgang wahrscheinlich getrübt. „Wenn man dann das letzte Jahr hat und dann noch einmal die Liga hält, obwohl es sehr eng wurde, umso glücklicher bin ich und kann die Mannschaft jetzt auch mit gutem Gewissen abgeben.“

Zur neuen Saison übernimmt dann Christoph Grabau die Verantwortung an der Seitenlinie. Er kennt die Bismarker Elf gut. Dennoch wird es eine kleine Umstellung. „Wir wissen aber auch um die Schwere, die gerade vor uns liegt. Gerade mit dem neuen Trainer, der sich da neu einbringen und die Mannschaft formen muss“, sagt Grempler und hat aber vollstes Vertrauen. „Ich musste mich auch noch mal neu motivieren und die Mannschaft mitreißen. Diesen Weg ist sie aber in der Rückrunde mitgegangen. Und da hat Christoph Grabau mit dem - was wir jetzt begonnen haben - eine gute Möglichkeit, das in seiner Art und Weise fortzuführen.“

VON PATRICK NOWAK

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