Fußball-Landespokal: Salzwedel besiegt Haldensleber SC mit 4:2 (2:0)

Graue Maus sensationell

Auf dem Weg zum 4:2-Endstand: Philip Müller (am Ball) war gegen den Verbandsligisten Haldensleber SC an allen vier Toren des SV Eintracht Salzwedel beteiligt. Foto: Sensenschmidt

Salzwedel. In der Landesklasse eine graue Maus, aber im Pokal spitze. Der SV Eintracht Salzwedel sorgt im Fußball-Landespokal weiter für Furore.

Nachdem das Team von Burghardt Schulze in der ersten Runde bereits die TSG Calbe mit 6:0 bezwungen hatte, folgte nun eine noch größere Sensation. Durch Tore von Gregor Roth, Mario Schulz und zweimal Dennis Röhl besiegte der SVE auf der heimischen „Flora“ den aktuellen Verbandsliga-Vierten Haldensleber SC mit 4:2 (2:0).

„Wir sind für unseren Aufwand belohnt worden. Die Jungs haben taktisch diszipliniert gespielt und sich als Mannschaft präsentiert. Und wir sind nach dem Ausgleich noch einmal zurück gekommen“, freute sich Trainer Schulze, der sich für die nächste Runde, die am heutigen Montag ausgelost wird, „einen der beiden Drittligisten oder einen Gegner, der machbar ist“, wünscht.

Bei herrlichem Herbstwetter, aber nur 133 Zuschauern, kam recht schnell das Gefühl auf, dass für die Eintracht etwas gegen den zwei Klassen höher angesiedelten Kontrahenten gehen könnte. Und dieses Gefühl verstärkte sich nach zwölf Minuten, denn die Platzherren nutzten gleich ihre erste Konterchance zur Führung. Philip Müller scheiterte noch am Keeper, doch im Nachsetzen drückte Gregor Roth den Ball in die Maschen. Auch die nächste Chance hatte die Eintracht, für die Roth knapp verfehlte (24.). Die Gäste waren zwar optisch klar überlegen, doch erst in der 26. Minute hatte der HSC seine erste gute Möglichkeit, als Chris Markstein am reaktionsschnellen Dean Kamith im SVE-Tor scheiterte. Und die Gastgeber konterten weiter gefährlich. Nach Zusammenspiel von Philip Müller und Marcel Peters vollendete Mario Schulz – 2:0. Eine verdiente Führung, die beim Schuss von Müller, der knapp drüber ging (42.), noch höher hätte ausfallen können.

Nach Wiederanpfiff erhöhte der HSC den Druck und kam durch Mittelstürmer René Hasse auch schnell zum 1:2-Anschluss. Dann musste der Gelb-Rot gefährdete Benjamin Wagner ausgewechselt werden, mit Gregor Roth als linkem Verteidiger wurde die Defensive sofort wieder stabiler. Die Eintracht befreite sich vom Druck, ließ dann aber durch Mario Schulz (66.) die dicke Chance zum 3:1 ungenutzt. Das rächte sich, denn in der 69. Minute fiel Niklas Folkens der Ball vor die Füße und netzte ein – 2:2. Wer dachte, dass der HSC nun seiner Favoritenrolle gerecht wird, der wurde eines besseren belehrt. Der SVE steckte den Ausgleich weg und setzte weiter seine kleinen Nadelstiche. Und wie. In der 83. Minute schlenzte Philip Müller einen Freistoß gefährlich vor das gegnerische Tor, wobei der eingewechselte Dennis Röhl per Kopf zur Stelle war und die 3:2-Führung markierte. Nur drei Minuten später schickte Peters per Steilpass Müller auf die Reise. Frei durch legte der Eintracht-Youngster vor dem Torhüter den Ball quer und der mitgelaufene Röhl vollendete diesen blitzsauberen Konter zum 4:2-Endstand.

• Tore: 1:0 Gregor Roth (12.), 2:0 Mario Schulz (39.), 2:1 René Hasse (52.), 2:2 Niklas Folkens (69.), 3:2, 4:2 Dennis Röhl (83., 86.).

• SR: Dustin Leske. Zuschauer: 133.

• Eintracht Salzwedel: Kamith - Seehausen, Roth, Liestmann, Gille, Wagner (60. Röhl), Peters (88. Förster), P. Müller, Schreiber, Werner, Schulz (85. Jagnow).

• Haldensleber SC: Luthe - Markstein, Hasse, D. Girke (38. Mäde), T. Girke, Hering, Helmecke (57. Folkens), Schütte, Schlitte, Küllmei, Madaus.

Von Renee Sensenschmidt

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