Ringen: Stendaler Kämpfer Kevin Lucht Neunter bei Deutschen A-Jugend-Meisterschaften

Gongschlag nach Aktion

Kevin Lucht (rotes Trikot) rang das erste Mal bei der DM der Kadetten in Köln. Der neunte Platz war keine Enttäuschung. „Es war uns von vornherein klar, dass hier keine Medaille drin ist“, sagte RSV-Trainer Thomas Feindt. Foto: privat

red/bp Köln. Am Ende belegte er den neunten Platz. Nachdem sich Kevin Lucht vom Ringersportverein (RSV) Stendal für die Deutschen-A-Jugend-Meisterschaften der Ringer qualifizierte, wurde es am Wochenende ernst.

Die nationalen Titelkämpfe der Kadetten im freien Ringkampf starteten für Lucht am Freitag. Nach der Anreise stand das Wiegen auf dem Programm. Alle zehn Ringer vom Landesringerverband Sachsen-Anhalt bestanden diese erste Prüfung. Der zuständige Landestrainer Robert Fuchs war zufrieden. Lucht ging in der Gewichtsklasse bis 69 Kilogramm mit 18 weiteren Athleten an den Start. Er war im letzten Jahr Deutscher Meister in der B-Jugend und trainiert an der Hallenser Sportschule.

Nach dem Wechsel in die höhere Altersklasse trifft er nun auf bis zu zwei Jahre erfahrenere Ringer. In der ersten Runde stand Danilo Bauer vom ASV Mainz als Gegner fest. Den Beinangriff des Rheinländers wendete Lucht clever ins Matten-Aus ab. Danach drehte der Stendaler den Spieß um, startete selbst einen Angriff und schulterte seinen Kontrahenten. Am Samstagvormittag kam es dann zum Kampf gegen den späteren Vierten Rudolph Krebs vom ASV Schwäbisch Hall. Die erste Runde sicherte sich der Württemberger mit 5:0.

In der zweiten Runde lag Lucht nach Punkten hinten und begann eine kleine Unachtsamkeit. Bei einem Angriff des Süddeutschen setzte der Altmärker einen Konter an und wurde dabei abgefangen. Für einen kurzen Moment lag Lucht auf seinem Rücken und der Kampfrichter entschied auf Schulterniederlage. Lucht musste volles Risiko eingehen und scheiterte – auch das gehört zum Ringen dazu. Durch sein gutes Los hatte der Stendaler in der nächsten Wettkampfrunde ein Freilos: Er musste nicht ringen und gleichzeitig haben sich seine Gegner weiter eliminiert.

In der nächsten Runde ging es schon um alles, da bei der zweiten Niederlage das Aus feststeht. Gegen Nicolas Geßler vom KSC Hösbach kam es zu einer Auseinandersetzung auf Augenhöhe. Die erste Runde ging an Lucht mit 2:1, Runde zwei ging mit 1:2 an den Hessen. In der dritten Runde gab es einen Showdown. Beim Stand von 1:1 begann Lucht eine Aktion zum Rundengewinn, doch bevor er seinen Gegner richtig beherrschen konnte, läutete der Gong zum Rundenende – Punktniederlage! Insgesamt belegte der Ostaltmärker den neunten Platz. Durch sein Abschneiden trug Lucht mit zum neunten Platz des LRV Sachsen-Anhalt in der Mannschaftswertung bei.

Mit etwas mehr Kondition und Überblick wäre hier noch mehr möglich gewesen, aber im kommenden Jahr wird der Stendaler sich weiter verbessern, denn er besitzt viel Ehrgeiz. Jetzt schon zu den besten zehn im gesamten Land zu gehören, ist eine respektable Leistung. RSV-Trainer Thomas Feindt bewertete die gezeigte Leistung seines Schützlings als gut: „Kevin ist im ersten Jahr in dieser Altersklasse. Es war uns von vornherein klar, dass hier keine Medaille drin ist – alles andere wäre unrealistisch gewesen. Ich bin mir sicher, dass Kevin jetzt richtig angreifen wird.“

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