Fußball-Landesklasse: RWA lässt Germania-Märchen platzen und siegt 4:2

Gnadenloser Endspurt

Tangerhütte um Verteidiger Florian Stiller (rechts) wehrte sich mit vollem Einsatz gegen Dennis Wiechmann und Arneburg, verlor aber dennoch unglücklich. Foto: Haack

Tangerhütte.

In einem Spiel ohne Trainer – sowohl Vasco Lühmann als auch Jürgen Dobberkau waren privat verhindert – hat sich Rot-Weiß Arneburg am Sonnabend dank einer beeindruckenden Schlussoffensive mit 4:2 (1:0) in Tangerhütte durchgesetzt und damit ein Germania-Fußballmärchen verhindert.

Es war die 70. Minute eines Spiels, in dem Arneburg beim Stand von 1:1 an einer kampfstarken Germania zu verzweifeln schien, als Daniel Grabolla nach über zwei Jahren Verletzungspause aus der (Personal-)Not heraus wieder den Platz betrat. Nur acht Minuten später war der Germania-Torjäger von einst dann auch nach einem Freistoß zur Stelle und traf wie in besten Tagen zur Tangerhütter Führung. Was wie der K.o.-Schlag für die Arneburger aussah, entpuppte sich in Wirklichkeit als Initialzündung der Gäste. Direkt im Gegenzug glich Markus Becker nach einem gelungenen Angriff über den linken Flügel zum 2:2 aus. „Das war der Knackpunkt! Der Ausgleich kam viel zu schnell“, ärgerte sich Tangerhüttes Jörn Schumacher nach der Partie.

Während die Platzherren den abrupten Absturz von Grabolla-Euphorie auf Ausgleichsfrust nicht zu verarbeiten wussten, legte Rot-Weiß innerhalb von fünf Minuten zwei weitere Treffer zur Entscheidung nach. Dass sich diese Partie noch zu einem derartigen Torfestival entwickeln würde, war zuvor lange Zeit nicht abzusehen. Tangerhütte stand von Anfang an kompakt und Arneburg tat sich schwer, das Spiel zu machen. Die Gäste-Führung durch Michael Winkelmann fiel ebenso nach einem Freistoß (36.) wie der Ausgleich durch Sebastian Arndt (59.). Jeweils ein Pfostenschuss für beide Teams waren zwei weitere von ansonsten wenigen Höhepunkten, ehe die emotionale Schlussphase nach der Grabolla-Einwechslung begann.

„Ich denke, wir haben verdient gewonnen, wenngleich man sagen muss, dass wir uns das Leben vor allem in der zweiten Halbzeit selbst schwer gemacht haben. Die Tore von Tangerhütte sind ja relativ spät gefallen, danach nochmal so zurückzukommen, da muss man den Hut ziehen vor den Jungs“, atmete RWA-Interimstrainer Manuel Mauritz nach dem Arbeitssieg seiner Elf durch.

Von Tobias Haack

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