Fußball – Oberliga: Lok unterliegt Aufsteiger GFC aufgrund zweier Traumtore mit 2:3 (1:1)

Gnadenlose Greifswalder

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Steven Schubert gefiel im Lok-Mittelfeld wie gewohnt als zweikampfstarker Antreiber. Die zweite Pleite im zweiten Spiel konnte aber auch er nicht abwenden.

Stendal. Der 1. FC Lok Stendal hat am Sonntag auch sein zweites Saisonspiel in der Oberliga Nord verloren. Die Mannschaft von Trainer Sven Körner unterlag Aufsteiger Greifswalder FC nicht unverdient mit 2:3 (1:1), zeigte sich vor 429 Zuschauern im Stadion „Am Hölzchen“ aber formverbessert.

Das Problem der Altmärker lag in der individuellen Klasse des Gegners, der sich die drei Punkte mit zwei Traumtoren sicherte.

Lok-Coach Körner schickte seine Mannschaft im Vergleich zur Auftaktpleite in Staaken (0:2) runderneuert ins erste Heimspiel der Saison. Neuzugang Sebastian Hey fand sich auf der Bank wieder, als Grundformation wählte das Stendaler Trainerteam ein mutiges 4-3-3. Die Idee, den Gegner mit drei Spitzen offensiv anzulaufen ging zunächst auf. Greifswald war zwar technisch besser, kam aber zu keinen klaren Chancen. Erst in der 33. Minute erlaubte sich Lok auf der rechten Abwehrseite einen Blackout. Die Gäste brachen durch und staubten im Zentrum durch Nauhan Barbosa zum 1:0 ab.

Der 1. FC Lok wirkte kurzzeitig angezählt. Marcel Werner klärte eine weitere Großchance auf der Linie (39.). Wie aus dem Nichts lieferte Angreifer Niclas Buschke vor der Pause dennoch eine Antwort. Per Einzelaktion schlenzte der 22-Jährige den Ball perfekt zum 1:1 ins Netz (40.).

Noch besser wurde es eingangs der zweiten Halbzeit, als Martin Gödecke von Vincent Kühn perfekt freigespielt wurde und trocken zum 2:1 einschob (46.). „Zu diesem Zeitpunkt musste man Angst haben“, sagte Gäste-Trainer Ronald Kroos, Vater von Weltmeister Toni, nach der Partie. Seine Mannschaft antwortete jedoch umgehend und beeindruckend. Einen Freistoß aus gut 30 Metern setzte Frank Rohde perfekt in den Winkel (51.). „Dieser Sonntagsschuss war wichtig für unseren Kopf“, meinte Kroos. „Besser kannst du den nicht schießen“, ärgerte sich Lok-Verteidiger Tim Schaarschmidt. Schließlich läutete das Greifswalder Traumtor die finale Wende des Spiels ein. In der Folge drehte GFC-Angreifer Sebastian Olszar auf und traf ähnlich wie Buschke in Durchgang eins zum entscheidenden 3:2 (57.).

Der 1. FC Lok sah sich nun trotz leidenschaftlicher Leistung einem Rückstand ausgesetzt und versuchte, noch einmal zu antworten. Offensichtlich fehlten ihm dazu aber die Mittel. Mehr als zwei zu zentrale Abschlüsse von Martin Krüger (65.) und Buschke (70.) gelangen nicht mehr. Der starke Martin Leu im GFC-Tor hatte keinerlei Probleme. Es blieb beim 2:3, auch weil Greifswald im weiteren Verlauf gute Konterchancen liegen ließ. Obendrein kassierte Krüger auf Stendaler Seite für eine Undiszipliniertheit auch noch die Gelb-Rote-Karte (88.) und machte den unglücklichen Nachmittag damit rund.

„Man hat gesehen, dass wir körperlich noch nicht den Zustand haben, um nach einem Rückstand zuzulegen“, sah Lok-Trainer Körner die Ursache für den Fehlstart auch in der Fitness begründet.

Von Tobias Haack

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