Fußball-Oberliga

Glück für Lok Stendal: FSV Barleben zieht zurück

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Des einen Freud' ist des anderen Leid: Der 1. FC Lok Stendal (am Ball Niclas Buschke) profitiert vom Rückzug des FSV Barleben.

tha Barleben/Stendal. Bad news are good news. Was im Journalismus als goldene Regeln gilt, trifft nun auch auf die Situation des 1. FC Lok Stendal im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga zu. Dort hatte der Aufsteiger zuletzt seinen üppigen Vorsprung auf die Abstiegszone eingebüßt und wurde vom FSV Barleben eingeholt. Am Sonntagabend gaben die Rand-Magdeburger nun aber ihren freiwilligen Rückzug in die Verbandsliga bekannt.

Als Grund für diesen Schritt führt der FSV wirtschaftliche Ursachen an. Demnach würden sich zur kommenden Spielzeit einige Sponsoren vom Verein abwenden und stattdessen den 1. FC Magdeburg in der 2. Liga unterstützen. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung kommt überraschend, hatte Barleben doch zuletzt eine starke Serie hingelegt. Seit vier Spielen ist die Mannschaft von Trainer Jörn Schulz ungeschlagen. Nun aber dieser Paukenschlag.

Gänzlich überraschend kommt diese Entscheidung freilich nicht. Bereits im Winter hieß es aus dem Umfeld des Vereins, dass der Aufstieg vor drei Jahren für den Klub zu früh gekommen sei. Die Strukturen und Rahmenbedingungen des FSV seien nur bedingt reif für eine nachhaltige Arbeit auf Oberliga-Niveau gewesen. Der jetzige Rückzug ist daher wohl folgerichtig.

Abstiegskonkurrent Lok Stendal tut dieser bittere Schritt des Rivalen gut. Nach zuletzt vier Pleiten am Stück war die Sorge vor dem Wiederabstieg im Lager der Altmärker groß. Zumindest der Absturz auf einen der aktuell drei direkten Abstiegsplätze ist nun aber unwahrscheinlich. „Es ist trotz allem unser Anspruch, den Klassenerhalt sportlich zu schaffen“, kommentierte Lok-Trainer Sven Körner gegenüber der AZ die Vorgänge in Barleben.

Im Laufe des Montags wird der FSV Barleben den Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) offiziell über seinen freiwilligen Abstieg informieren.

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