Angemerkt

Gewalt bei Hallenturnieren

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Zwei Ausschreitungen überschatteten das Finalrundenturnier um die Hallenkreismeisterschaften in Stendal.

Stendal. Klickt man sich in diesen Tagen durch das Internet und besucht Seiten der gängisten Sportnachrichten, so ist vermehrt von Ausschreitungen auf Hallenturnieren zu lesen.

So beispielsweise im Ruhrgebiet, wo ein „gutes“ Turnier, so scheint es, zwingend ein Handgemenge und sogar einen Polizeieinsatz nach sich ziehen muss. Aber nicht nur in Nordrhein-Westfalen ist das Gewaltpotenzial bei Hallenmeisterschaften erhöht. Auch andernsorts wie in Frankfurt oder Hamburg kommt es in schauriger Regelmäßigkeit zu Krawallen, die nicht ausschließlich vom Publikum ausgehen, sondern vor allem die Fußballer selber zeigen sich anscheinend gerne immer häufiger in Rambo-Manier.

Es scheint, dass vor allem den Kickern, welche im Normalen nicht vor Zuschauern spielen, bei Publikum die Nerven immer häufiger nicht im Griff haben. Bei vielen wird dies eher als falsches Ventil genutzt, um seinen Frust über eine Niederlage oder gar ein Ausscheiden freien Lauf zu lassen.

Falk-Stéphane Dezort

Aber nicht nur die Großstädte sind davon betroffen. Auch in der Altmark kam es in den letzten Wochen vermehrt zu Handgreiflichkeiten unter den Amateuren. Beispielsweise schubste der Uchtspringer Marcel Brinkmann Schiedsrichter Tobias Petzke beim Sparkassencup in Goldbeck, nach einem vermeinlich übersehenen Foulspiel. Oder am Samstag bei den Hallenkreismeisterschaften in Stendal. Als zunächst Nico Wiegel vom BSC Stendal den Uetzer Marcel Böters trat und der widerum eine Rudelbildung veranlasste. Aber einmal reichte dem Uetzer wohl nicht – auch nach der Partie gegen Schinne gerieten er und seine Mannschaftskollegen mit dem Kontrahenten aneinander.

Viele sollten sich noch einmal vor Augen halten, dass es sich trotz allem Ehrgeiz und Emotionen bei Fußball immer noch um ein Hobby handelt und keiner um die Weltmeisterschaft spielt, denn es müssen „alle am Montag wieder arbeiten gehen“, wie die Sportler gerne zu sagen pflegen.

Von Falk-Stéphane Dezort

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