Fußball – Oberliga: 1. FC Lok Stendal muss sich TeBe Berlin mit 1:3 geschlagen geben / Probespieler erwartet

Gut gespielt, aber nicht belohnt

+
Lukas Breda (l.) setzt sich im Zweikampf mit Berlins Nicolai Matt durch. Seine Mannschaft, der 1. FC Lok Stendal, kassierte gestern Nachmittag allerdings eine Niederlage.

Stendal. „Rockenbach da Silva und Benyamina sind schon Spieler, die den Unterschied machen. “ Sven Körner wusste um die „brutale Qualität“ des Gegners. Umso überraschender war es, dass seine Mannschaft in der Anfangsphase der Oberliga-Partie den Ton angab. Der 1.

FC Lok Stendal ging bereits nach drei Minuten nach Freistoß von Franz Erdmann auf Martin Gödecke, der sehenswert einnetzte, in Führung. Der Gegner, Tennis Borussia Berlin, war noch gar nicht richtig wach. Die Stendaler hatten die Euphorie nach dem DFB-Pokalspiel gegen Arminia Bielefeld über die Woche gerettet und gaben von Beginn an Gas, hätten sogar erhöhen können. Doch die Chancenverwertung war nicht auf dem Niveau, das sich Mannschaft und Trainer erhoffen. Das sah bei den Gästen ganz anders aus. TeBe nutzte die Lok-Fehler eiskalt aus und konnte das Blatt innerhalb von sechs Minuten wenden. Der zweitligaerprobte da Silva sorgte mit seinem Doppelpack für Enttäuschung unter den 445 Zuschauern im Stadion „Am Hölzchen. “ Zu große Räume, auch hinter der Kette sowie Fehlpässe hätten erst zu den Chancen geführt, analysierte Körner. „Das müssen wir verbessern. “.

In dieser Phase des Spiels machten die Berliner aber viel Druck, gingen ein hohes Tempo und ließen ihre Klasse im Positionsspiel aufblitzen. Lok hatte nun keinen richtigen Zugriff mehr auf die Partie. In der 30. Minute hätte sich das Spiel aber zugunsten der Stendaler drehen können. „In der Situation hätte der Schiedsrichter auch die Rote Karte zeigen können“, spielte Körner nach Abpfiff auf das Foulspiel und die anschließende Rudelbildung an. Er meinte da Silva, der nach seiner Tätlichkeit nur Gelb sah. „Das hätte das Spiel so lenken können, dass es für uns positiv endet“, so der Lok-Coach, der seine Mannschaft mit einem Spieler mehr durchaus vorn sah. „Wir haben TeBe richtig vor Probleme gestellt“, zeigte er sich mit der Leistungssteigerung seiner Elf zufrieden. Zumal diese in der zweiten Halbzeit kaum Gelegenheiten für den Gegner zuließ. Erst eine Doppelchance ermöglichte den Treffer von Thomas Franke in der 80. Minute. „Damit waren alle Messen gesungen.“ Doch auf der gestrigen Leistung könne die Mannschaft aufbauen. In dieser Woche erwartet Körner zwei Angreifer zum Probetraining. Denn ein richtiger Mittelstürmer fehlt. Allen Unruhen zum Trotz sagt der Trainer: „Wir werden weiter in Ruhe arbeiten. Wir sind auf einem guten Weg, die Mannschaft muss sich nur noch belohnen.“ Denn gemessen werden sie und auch der Trainer an Ergebnissen.

Einfacher wird die nächste Aufgabe nicht. Am Sonntag geht es zum FC Strausberg, der noch verlustpunktfrei ist.

Von Sabine Lindenau

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare