JUGENDFUSSBALL FCM, Braunschweig und Co. dribbeln in Tangerhütte auf

Germania trifft auf große Namen

Die E-Jugend des SV Germania freut sich auf ein unvergessliches Erlebnis.
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Die E-Jugend des SV Germania freut sich auf ein unvergessliches Erlebnis.

Tangerhütte – Der SV Germania Tangerhütte in einem sportlichen Wettkampf mit Energie Cottbus, Eintracht Braunschweig oder dem 1. FC Magdeburg? Eigentlich passt das nicht zusammen und klingt eher nach einem Wunschtraum.

Am kommenden Sonnabend wird dieser allerdings Realität, denn der SV Germania hat für seine E-Junioren ein Hallenturnier auf die Beine gestellt, das es in der Altmark in dieser Form wahrscheinlich noch nie gegeben hat.

Neben den gastgebenden Tangerhüttern und dem befreundeten SV Grieben ist das Teilnehmerfeld gespickt mit hochkarätigen Namen. Ausgespielt wird der 1. Raiffeisen-Super-Cup. In der Gruppe A trifft der SV Germania auf den 1. FC Magdeburg, den VfB Germania Halberstadt und Traditionsverein Lokomotive Leipzig. Der SV Babelsberg 03, der FC Energie Cottbus, Eintracht Braunschweig und der SV Grieben kämpfen in der Gruppe B um den Einzug ins Halbfinale. Das Auftaktspiel in der Sporthalle am Jahn-Sportplatz bestreitet der SV Germania am Sonnabend um 12 Uhr gegen den 1. FCM. Das Finale wird gegen 17.45 Uhr angepfiffen.

„Die Idee kam uns eher spontan“, erklärt Stefan Reichert, Trainer der Germania-E-Jugend, der das Turnier seit Wochen akribisch mit anderen Helfern aus dem Verein vorbereitet. Reichert, der zu seiner aktiven Zeit unter anderem als Spieler für den 1. FC Lok Stendal am Ball war, pflegt noch immer ein freundschaftliches Verhältnis zu seinem damaligen Mitspieler Sören Osterland. Der bundesweit geschätzte Fußball-Lehrer mit Bestnote ist mittlerweile für die Nachwuchs-Förderung des 1. FC Magdeburg zuständig. „Durch seine Reichweite konnten wir dieses Feld zusammenstellen“, berichtet Reichert.

Was für seine Spieler als unvergessliches Erlebnis geplant ist, stellt den SV Germania als Verein vor durchaus ambitionierte Aufgaben. Ein Turnier in dieser Größenordnung ist schließlich Neuland für die Tangerstädter. „Es gab die einen oder anderen Bedenken im Verein, aber nachdem die Planungen standen und die ersten Arbeitseinsätze absolviert waren, verschwanden sie“, so Reichert. Inzwischen ist in der altehrwürdigen Tangerhütter Sporthalle auch schon einiges passiert.

Das Dach und die Umkleidekabinen wurden vor knapp zwei Jahren erneuert. Das Organisationsteam um Stefan Reichert hat in den vergangenen Wochen in zahlreichen Arbeitsstunden für den Feinschliff gesorgt. Es wurde geputzt, gestrichen, aufgeräumt. Beim jüngsten Arbeitseinsatz am vergangenen Wochenende halfen sogar Eltern von Spielern des SV Grieben. „Die Rahmenbedingungen für ein besonderes Turnier haben wir geschaffen. Ich denke, dass es das in dieser Art, so schon lange nicht mehr im Jugendfußball in der Altmark gegeben hat“, freut sich Germania-Trainer Reichert.

Sportlich, so viel ist klar, werden wohl weder der SV Germania Tangerhütte noch der SV Grieben um den Titel spielen. Für sie zählt vorrangig das Erlebnis, einmal vor hoffentlich vollen Rängen gegen große Gegner gespielt zu haben. Gänzlich ohne Ambitionen schickt Stefan Reichert seine Mannschaft allerdings nicht ins Rennen: „Ziel ist es, in jedem Spiel hoch konzentriert und mit viel Leidenschaft aufzutreten und den einen oder anderen Treffer zu erzielen.“

VON TOBIAS HAACK

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