Fußball: Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz lud zur Diskussion um DFB-Pokalausrichtung

Gemeinsam für das „Hölzchen“

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Nach dem Klassenerhalt wird nun der Zusammenhalt zwischen Stendals Oberbürgermeister und beteiligten Ämtern im Hinblick auf die DFB-Pokalausrichtung im „Hölzchen“ demonstriert.

pno/red Stendal. In der gestrigen AZ-Ausgabe wurde der genaue Termin für das Erstrundenspiel im DFB-Pokal des 1. FC Lok Stendal verkündet. Die Körner-Elf hat im „Spiel des Jahres“ am 19. August (Sonntag, 15.30 Uhr) den Zweitligisten Arminia Bielefeld zu Gast.

Vor der Ausrichtung gibt es für den Oberligisten im Hinblick auf die strengen Auflagen des Deutschen Fußballbundes (DFB) beim Thema Pokalaustragung einiges zu tun. Erste Zuversicht wurde nach dem Workshop in der Frankfurter Commerzbank-Arena versprüht. Loks Geschäftsstellenleiterin Margit Bubke nahm vor Ort an der fünfstündigen Sitzung teil und verschaffte sich nicht nur interessante Eindrücke, sondern wusste relativ schnell, was auf den Fußballverein aus der Altmark zukommt.

„Wir müssen jetzt eng mit der Polizei und der Stadt zusammenarbeiten“, erklärte Bubke nach ihrem Besuch in der Main-Stadt. Gesagt getan. Am Mittwoch versammelte sich Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz mit sämtlichen Vertretern der Ämter und Insititionen, die mit in dieses wichtige Vorhaben eingebunden werden, im Clubraum des Stendaler Stadions „Am Hölzchen“. Genau dort soll die Pokalpartie zwischen dem heimischen Oberligisten aus Stendal und der Bielefelder Arminia stattfinden. Um die damit verbundenen Auflagen des DFB zu erfüllen, saßen alle Ämter und Institutionen (Polizei, Feuerwehr, Stadtwerke, Hochbauamt, Ordnungsamt etc.) an einem Tisch.

Als Eigentümer des Stadions und Stadtoberhaupt stellte Oberbürgermeister Klaus Schmotz gleich klar, dass er alles in seiner Macht stehende tun werde, um dieses Highlight in die Tat umzusetzen. Also anders noch, als beim Landespokalfinale gegen den 1. FC Magdeburg, welches der Landesverband (FSA) kurzfristig nach Stendal vergeben wollte. „Diesmal haben wir im Gegensatz zum Landespokalfinale nicht nur eine Woche, sondern eineinhalb Monate für die Vorbereitung. Ziel ist es ganz klar, dass das Spiel in Stendal stattfindet“, erklärte Schmotz.

Im Anschluss übernahm Dirk Schultz, Sicherheitsbeauftragter des 1. FC Lok Stendal, das Wort und umriss kurz, was der DFB an Bedingungen für eine Ausrichtung eines Pokalspiels stellt. Satte 82 DIN A4-Seiten umfasst das Schreiben, welches dem Fünftligisten aus Frankfurt (Sitz des DFB) zuging. Bis Ende Juni galt es eine 15-seitige Erklärung zu verfassen, in denen die wichtigsten Fakten ähnlich einem Patientenfragebogen angekreuzt werden. Da diese die Unterschriften unter anderem von der Polizei und Feuerwehr, dem Rettungs- sowie Sicherheitsdienst umfassen muss, kamen nun alle zusammen.

Ohne ins Detail zu gehen, sind die für die Fans interessantesten Ergebnisse folgende: Die Zuschauer Kapazität für das mögliche DFB-Pokal-Spiel in Stendal wird insgesamt 3.040 Plätze betragen. Davon stehen für Gäste-Fans 1.020 bereit.

Auch beansprucht der DFB eine nicht unwesentliche Zahl an VIP-Plätzen für Sponsoren. Aus Sicherheits- und logistischen Gründen (Platz für die TV-Vertreter SKY und ARD/ZDF) würden sich Verein und Stadt Stand jetzt gezwungen sehen, die Hälfte der Sitzplatztribüne sowie den Stadionparkplatz nicht für die Öffentlichkeit freizugeben.

Dies aber alles unter der Prämisse, dass das Spiel auch wirklich in Stendal stattfindet. Darüber entscheidet dann der DFB, der nach Prüfung der 15-seitigen Erklärung in Kürze zu einer Stadionbesichtigung ins „Hölzchen“ kommen wird.

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