KC Einheit Stendal und PSV Stendal verschmelzen zu einem Verein

Gemeinsam in die Bundesliga

Manfred Schulz (l.), Vorsitzender des KC Einheit Stendal, und Werner Zimmermann, Vorsitzender des PSV Stendal, besiegeln die Verschmelzung der beiden Vereine. Die Mitglieder stimmten zu 100 Prozent für die Fusion. Foto: Heide

Stendal. Manfred Schulz, Vorsitzender des KC Einheit Stendal, sprach von einer historischen Veranstaltung – und nichts geringeres spielte sich am Dienstagabend auf der Kegelbahn am Haferbreiter Weg ab.

Die Bohlekegler des KC Einheit und des PSV Stendal stimmten geschlossen für die Verschmelzung beider Verein.

Notar Klaus Mohnhaupt, der beide Clubs bei der Fusion rechtlich begleitet, erklärte, dass es die erste Vereins-Fusion im Landkreis Stendal sei. Und er freue sich in seiner Funktion als KSB-Mitglied, dass dieser Schritt nun gegangen werde.

PSV und Einheit gehen zum 1. April zusammen. Zunächst kegeln die Mitglieder dann unter dem Namen Einheit. Allerdings wird es schnell Vorstandsneuwahlen geben. In diesem Zuge steht dann auch eine Umbenennung des Clubs an. Momentan steht der Name KC Stendal im Raum. PSV-Vorsitzender Werner Zimmermann macht jedoch deutlich, dass die Namenswahl noch von allen Mitgliedern diskutiert werde und jeder seine Ideen einbringen könne.

Doch warum gehen beide Vereine den rechtlich schwierigeren Weg einer Verschmelzung? Leichter wäre es, wenn der eine den anderen übernimmt und die Mitglieder den Verein wechseln. Eine Fusion hat den Vorteil, dass die Liga-Startplätze des PSV erhalten bleiben, erläuterte Mohnhaupt. Bei einer Übernahme fangen die neu angemeldeten Mannschaften ganz unten an. Außerdem müssen sich die derzeitigen nicht bei Einheit anmelden. Sie gehören automatisch ab dem 1. April zum Club.

Der Zusammenschluss hat vor allem sportliche Gründe. „Wir werden sehr starke Männermannschaften an den Start schicken und auch das Frauen-Team wird an Qualität hinzu gewinnen“, prophezeite Helmut Neben. Das erklärte Ziel des neuen Vereins ist es, die erste Vertretung in der 2. Bundesliga zu etablieren. Möglichst schon in der neuen Saison. Dazu müsste Einheit die Aufstiegsrunde erreichen, was nicht unrealistisch ist. Dort können dann bereits die PSV-Top-Leute mitspielen.

Von Marco Heide

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