Handball – Verbandsliga: Altmark-Derby zwischen Seehausen und Stendal / SGS gewarnt

Gelingt Lok der nächste Streich?

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Geschenke werden im Handball selten verteilt, in einem Derby ohnehin nicht. Eric Leinung (links) und Chris Rosentreter (rechts) reisen mit Stendal zum Derby nach Seehausen (Mitte, Christian Walenciak).

Seehausen. Der heutige Sonnabend ist bei Handball-Fans in der Altmark dick im Kalender markiert, schließlich steigt ab 17.30 Uhr das Verbandsliga-Derby zwischen der SG Seehausen und dem HV Lok Stendal.

Auch wenn die Partie auf den ersten Blick nur wenig Spannung verspricht, möchte Tabellenführer Seehausen nichts von einem leichten Spiel gegen den Abstiegskandidaten wissen.

„Das ist ein Derby und Derbys haben immer eigene Regeln“, sagt SGS-Coach Frank Leo. Wie der Rest der Liga hat auch er am vergangenen Spieltag aufgehorcht, als der HV Lok Titelanwärter Glinde ein Remis abtrotzte. „Da haben sie gezeigt, was sie können“, meint Leo, der mit seiner Mannschaft aufgrund der Stendaler Schützenhilfe auf Rang eins zurückgekehrt ist. Damit es seiner Sieben nicht so ergeht wie Glinde, möchte Leo seine Spieler exakt fokussiert wissen. „Unterschätzen dürfen wir sie nicht, und das werden wir auch nicht.“ Personell freut sich Frank Leo über die Rückkehr seines rechten Rückraums. Sowohl Christian Walenciak als auch Noah Bertram stehen wieder zur Verfügung. Pünktlich zum Derby. „Es ist eine schöne sportliche Rivalität mit Stendal. Jeder Spieler wird noch mehr bemüht sein als sonst“, freut sich Seehausens Trainer auf packende und emotionale 60 Minuten.

Bei seinem Stendaler Pendant, Frank Ziekau, ist die Euphorie im Vorfeld weitaus geringer ausgeprägt. „Wir sind der Außenseiter und spielen auswärts. Da wird es natürlich schwierig.“ Hinzu kommt die Tatsache, dass Stendal in der Wischestadt bei Weitem nicht seine Bestbesetzung aufbieten kann. Die aber wäre nötig, um der Überraschung gegen Glinde eine Sensation in Seehausen folgen zu lassen. So können die Rolandstädter nur hoffen, den Ausfall von Tim Krähe kompensiert zu bekommen. Zudem ist auch der Einsatz von Kreisläufer Tom Schumann fraglich. „Wir müssen halt die Zähne zusammenbeißen und kämpfen“, verlangt Ziekau einen anständigen Auswärtsauftritt. Für die Entwicklung des Gegners hat er im Vorfeld nur lobende Worte übrig: „Ihre jungen Spieler sind voll eingeschlagen. Seehausen spielt inzwischen einen Handball, den man sich sehr gut angucken kann.“

Mit der Rolle des staunenden Zuschauers sollte sich Lok aber nicht abfinden. Das wäre auch nicht im Interesse der zahlreichen Zuschauer.

Von Tobias Haack

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