Fußball – 2. Bundesliga: 1. FC Magdeburg greift in der Vorbereitung auf bewährtes Hotel zurück

„Der Geist von Wesendorf“

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Mergim Berisha (l.) konnte seine eigenen Ansprüche („Ich bin wie Zlatan“) gegen Lübeck nicht erfüllen.

Wesendorf. „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. “ – Diesen Spruch in Anlehnung an ein Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe macht sich seit einigen Jahren der 1. FC Magdeburg zu eigen.

Dieser absolviert bereits zum siebten Mal und vierten Mal in Folge im „laVital Sport- und Wellnesshotel“ im niedersächsischen Wesendorf sein Trainingslager in Vorbereitung auf die neue Saison.

„Das Trainingslager in Wesendorf hat sich bewährt. Wir finden hier guten Standard vor, das Essen ist gut“, lobte FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik die Bedingungen. Dabei dachte Kallnik auch an den „top gepflegten“ Fußballplatz, nicht so sehr an den Wellnessbereich. „Wir sind hier, um zu arbeiten. Das Hotel ist auch aufgrund des kurzen Anfahrtweges für uns ideal.“

Diese Aussagen freuen natürlich Hotel-Manager Marcus Bergmann, der die gesamte Woche vor Ort ist, um auf die Wünsche der Magdeburger sofort reagieren zu können. „Ein Bundesligist hat natürlich gewisse Ansprüche, die wir erfüllen wollen“, so Marcus Bergmann, der den Weg der Magdeburger von der Regionalliga in die 2. Bundesliga genau verfolgt hat und sich darüber freut, haben doch sein Hotel und die Mitarbeiter einen kleinen Beitrag zu den Erfolgen geleistet. Und so hat sich zwischen Marcus Bergmann und dem 1. FCM ein enges Verhältnis entwickelt. Ob es inzwischen einen „Geist von Wesendorf“ gibt, wollten der Hotel-Chef und Mario Kallnik in Anlehnung an den legendären „Geist von Malente“ jedoch nicht beschwören.

Bergmann vermittelte auch den Kontakt zum MTV Langlingen, auf dessen Platz die Magdeburger bereits mehrfach Testspiele ausgetragen haben. „Der Rasen ist top, hervorragend“, schwärmte Mario Kallnik beim Anblick der super gepflegten Sportanlage, auf der der 1. FCM am Mittwoch gegen den VfB Lübeck (AZ berichtete) testete. Nachdem Fitness- und Athletiktrainer Dirk Keller die Spieler beim Zirkeltraining hart rangenommen hatte, merkte man den Elbestädtern im Test gegen den Regionalligisten die fehlende Frische und Spritzigkeit an. Trotzdem war Trainer Jens Härtel mit der Bereitschaft seiner Akteure, gegen den Ball zu arbeiten“, einverstanden.

Zufrieden konnte der Coach nach dem 2:2 jedoch nicht sein. „Es fühlt sich an wie eine Niederlage, die Jungs sind auch ein bisschen gefrustet“, bemerkte der Coach, dem Schwächen im Zusammenspiel und bei der Chancenverwertung natürlich nicht verborgen geblieben sind. Ein mehrfach möglicher dritter Treffer fehlte, die mangelnde Zuordnung nach einer Ecke und einen Fehler von Keeper Mario Seidel bestraften die Lübecker eiskalt. „Das müssen wir mitnehmen für die Saison, dass es bei Standards und nach Fehlern im Spielaufbau gefährlich werden kann.“

Die Frage nach bereits „gesetzten Spielern“ verneinte Trainer Härtel. „Da sind wir noch weit von entfernt. Die Jungs arbeiten sehr gut, wir sind auf einem guten Weg. Auch wenn die Ergebnisse nicht so sind, wie wir sie uns wünschen.“ In den kommenden Vorbereitungsspielen am Sonnabend um 14 Uhr in Barleben gegen Energie Cottbus, bei Germania Halberstadt (Mittwoch, 18 Uhr), beim SSV Markranstädt (25. Juli, 19 Uhr) und beim Sommer-Cup am 21. Juli in der heimischen MDCC-Arena gegen den CFC Genua und Swansea City haben die Spieler des Kaders noch genügend Gelegenheiten, um sich für die anstehenden Aufgaben in der 2. Bundesliga mit Leistung zu empfehlen.

Zur Stammformation will natürlich auch Michel Niemeyer wieder gehören. Der Salzwedeler kam nach seiner langen Verletzungspause erstmals wieder zum Einsatz und lieferte gegen Lübeck als linker Verteidiger eine solide Vorstellung ab.

Von Renee Sensenschmidt

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