Handball-Nordliga: Derbys für Stendal und Schönhausen

Es geht um viel – oder auch nicht

Die Oberhand behalten: Enrico Ziehm (am Ball) und Preußen Schönhausen wollen mit einem Sieg gegen Klötze den Klassenverbleib klar machen. Foto: Post

Stendal/Schönhausen. Sicherheit und Unsicherheit herrschen in Stendal und Schönhausen. Der HV Lok Stendal hat zwei Spieltage vor Schluss immerhin schon die Vizemeisterschaft in der Handball-Nordliga sicher. Der FSV Magdeburg krönte sich in der Vorwoche mit dem Titel.

Der ostaltmärkische Liga-Konkurrent Preußen Schönhausen dagegen muss noch um den Klassenverbleib bangen. Ein Sieg muss noch her. Am Sonnabend spielen beiden Mannschaften das letzte Mal vor heimischer Kulisse – und obendrein Altmark-Derbys. Die Stendaler empfangen um 15 Uhr die SG Neuferchau/Kunrau, um 16 Uhr erwarten die Schönhäuser den VfB Klötze.

HV Lok Stendal

Für Stendal geht es um nicht mehr viel, zumindest tabellarisch. Die Vizemeisterschaft ist dem HV Lok nicht mehr zu nehmen. Für die Gäste geht es aber um viel. Neuferchau/Kunrau steckt noch mitten im Abstiegskampf der Liga. Da war doch was: In der Vorwoche waren die Stendaler genau in solch einer Situation. Und verloren mit 21:23 gegen den VfB Klötze. „Reine Kopfsache“ sei das gewesen, analysierte Stendals Betreuer Frank Ziekau. Noch in der ersten Halbzeit spielte Stendal stark, nach dem Kabinengang jedoch schwach. Mit einer konstanteren Leistung ist ein Sieg gegen die Neuferchauer/Kunrauer möglich. Das Hinspiel in Beetzendorf endete übrigens mit einem 25:25-Unentschieden.

Preußen Schönhausen

Es ist klar, was die Preußen wollen, um am vorletzten Spieltag den Klassenverbleib zu sichern. „Die zwei Punkte brauchen wir“, sagt Schönhausens spielender Co-Trainer Enrico Ziehm. Der Gegner, der bisher einen Zähler weniger als die Preußen verbucht hat, allerdings auch. „Das wird ein offener Schlagabtausch“, vermutet Ziehm. Die Klötzer ließen schließlich schon letzte Woche aufhorchen. Der VfB gewann mit 23:21 beim HV Lok Stendal. Mit einer Niederlage wollen die Schönhäuser nicht am letzten Spieltag nächste Woche auftreten. „Nach Beetzendorf will ich nicht gerade mit Gedanken an den Klassenverbleib fahren“, erklärt der Co-Trainer.

Von Benjamin Post

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