1. FC Lok Stendal will sich in Zukunft besser präsentieren – etwa am Sonntag in Oschersleben

So geht es nicht weiter

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Vincent Kühn am Boden. Der 1. FC Lok Stendal will nach der jüngsten 1:4-Niederlage gegen den SV Merseburg wieder aufstehen und sich anders präsentieren.

Stendal. Es ist die Zeit gekommen, klare Botschaften zu überbringen. Beim 1. FC Lok Stendal könnte die Saison besser laufen als das, was die Tabelle aussagt. Als Zehnter im Niemandsland der Fußball-Verbandsliga macht es sich nicht gut.

Mit einem anderen Auftreten will sich der 1. FC Lok in Zukunft besser präsentieren. „Wir müssen Wochenende für Wochenende ans Limit gehen“, sagt Lok-Trainer Sven Körner vor dem Auswärtsspiel beim Oscherslebener SC am Sonntag um 14 Uhr.

Der Coach will seine Spieler künftig anders sehen als zuletzt. „Wir benötigen absolute Aggressivität in unseren Aktionen“, betont Körner. Das heiße nicht, dass seine Akteure fortan ruppig zu Werke gehen sollen. „Wir wollen keinen verletzen“, erklärt der Übungsleiter. Seine Mannschaft soll „Druck auf Ball und Gegenspieler“ erzeugen. Überall. „Die Spieler sollen jeden Meter auf dem Platz in Aggressivität abarbeiten“, beschreibt Körner. Und das passt besonders in Oschersleben. „Wir spielen bei einer Mannschaft, die über den Kampf kommt“, weiß der Trainer. Die Aggressivität war in der bisherigen Saison nicht immer zu sehen, zudem gab es defensive Aussetzer, die Tore kosteten.

Demnach soll im Lok-Spiel „defensive Stabilität“ einkehren – und zwar „in jeder Phase des Spiels.“ Bisweilen standen die Mannschaftsteile und Akteure „zu weit auseinander“, die Stendaler wurden klassisch ausgekontert – wie bei der 1:4-Niederlage in der Vorwoche gegen den SV Merseburg. „Wir wollen uns nicht auskontern lassen“, unterstreicht der Trainer.

Und schon gar nicht von Oschersleben. Auch wenn der Gegner als 13. noch hinter Stendal steht, erwartet Körner an Allerheiligen „eine heiße Kiste“. „Wir müssen höllisch aufpassen.“ Der heimstarke OSC gewann vor zwei Wochen etwa gegen den damaligen Spitzenreiter BSV Halle-Ammendorf (1:0). Dass Lok in Oschersleben mindestens ein Tor gelingt, ist nicht unrealistisch. Am Offensivspiel gibt es keine Kritik vom Coach. „Positiv ist, dass wir uns richtig gute Chance erarbeiten“, befindet Körner.

Es ist an der Zeit für den ersten Auswärtssieg der Stendaler. Wenn die Körner-Kicker die Botschaften annehmen und umsetzen, scheint ein Erfolg möglich.

Von Benjamin Post

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