Fußball – 3. Bundesliga: Kriselnder 1. FC Magdeburg empfängt stark verbesserte Preußen aus Münster

Gegner mit verändertem Gesicht

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Michel Niemeyer (links) war in den vergangenen Wochen nicht der einzige Magdeburger Spieler, der vergeblich nach seiner Form aus der Hinrunde suchte. Morgen gegen Münster möchte der 1. FCM die Trendwende erzwingen. 

Magdeburg. Ist es eine ernsthafte Krise oder nur eine kleine Delle, die im Verlauf einer langen Saison normal ist? Die Antwort auf diese Frage anlässlich des Fehlstarts in die Rückserie der 3. Liga muss der 1. FC Magdeburg morgen Nachmittag ab 14 Uhr im Heimspiel gegen Preußen Münster geben.

Der 1. FCM erwartet nicht nur knapp 15. 000 Zuschauer, sondern vor allem einen Gegner, der im Moment nur so vor Selbstvertrauen strotzt.

Die Preußen sind aktuell eine der Mannschaften der Stunde der 3. Liga. Nachdem Trainer Marco Antwerpen den Verein im Winter übernommen hat, holte Preußen sechs Punkte aus drei Spielen und schaffte es, sich von der Abstiegszone abzusetzen. „Münster hat im Jahr 2018 ein ganz anderes Gesicht. Sie spielen viel aktiver, machen viele Tore und haben viele tiefe Laufwege“, erwartet FCM-Trainer Jens Härtel einen offensiv verbesserten Gegner. Bei den Magdeburgern selbst drückt genau dort der Schuh. Bei der jüngsten 0:1-Niederlage in Würzburg konnte der Tabellenzweite nicht eine Torchance aus dem Spiel heraus generieren. Für Härtel lag die Misere der Vorwoche aber nicht zwingend an mangelhafter Kreativität auf dem Platz, sondern eher am schlechten Zweikampfverhalten in allen Mannschaftsteilen. Vor eigenem Publikum schließt der Magdeburger Trainer eine Wiederholung dieser Minusleistung aus: „Wir werden einen anderen Auftritt hinlegen als in Würzburg!“

Gleiches verspricht auch Kapitän Marius Sowislo, der mit Preußen Münster seinen ehemaligen Klub empfängt. Mit Münsters aktuellem Heilsbringer an der Seitenlinie, Marco Antwerpen, stand Sowislo sogar noch zusammen auf dem Platz. „Daran sieht man mal, wie alt ich bin“, scherzte der Mittelfeldspieler auf der gestrigen Pressekonferenz. Weniger lustig empfindet der 35-Jährige die aktuelle Situation beim FCM: „Es ist eine sensible Phase. Man darf jetzt nicht alles schlecht reden, was vor drei Wochen noch gut war.“ Die Krise der Blau-Weißen sieht Sowislo derzeit eher im Kopf angesiedelt. Dass das Magdeburger Selbstvertrauen gelitten hat, wollte der Pole nicht abstreiten. Zugleich empfindet er den Weg zurück zur alten Stärke als relativ simpel: „Wir müssen uns die Erfolgserlebnisse über Kampf und Leidenschaft wiederholen.“

Von Tobias Haack

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