Handball-Sachsen-Anhalt-Ligist SG Seehausen plant Ausweg aus Misere

Der Gegner steht im Weg

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Denny Fiedler und die SG Seehausen müssen gegen Magdeburg besser treffen, wenn sie gewinnen wollen.

Seehausen. Wenn der Plan funktioniert, dürfte ein Ausweg aus der Misere gefunden sein. Die Handballer der SG Seehausen wollen die entscheidenden Hebel setzen, um in der Sachsen-Anhalt-Liga endlich zum Erfolg zu kommen.

Das Vorhaben: Die Stärke wiederbeleben und die Schwäche abstellen. Beim Heimspiel am heutigen Sonnabend um 17. 30 Uhr gegen den BSV Magdeburg kann das schon im Punktspielbetrieb in die Tat umgesetzt werden.

Nach drei Niederlagen in drei Spielen und dem letzten Tabellenplatz muss bei den Seehäusern etwas passieren. Der Ansatz dafür scheint gefunden: Die SGS will seine alte Stärke wieder einbringen und sich in seinem Schwachpunkt steigern. Die Stärke Seehausens war in der Vorsaison die Abwehr. SGS-Spielertrainer Alexander Söhnel bezeichnet die Defensive als „Prunkstück“. Das glänzte in dieser Spielzeit noch nicht, die 98 Gegentore bilden den zweitschlechtesten Wert der Liga, dass die SGS damit das Schlusslicht bildet, ist folgerichtig. „Wir werden versuchen, dass die Abwehr steht“, kündigt Söhnel an. Demnach müssen alle Spieler im Defensivverhalten wieder zulegen, dass sie es können haben die Mannen um Söhnel schon in der vorigen Saison bewiesen. „Darauf wollen wir aufbauen“, erklärt der spielende Coach. Und dann gilt es in der Offensive zuzuschlagen. Das ist auch bitter nötig. Denn die bisher 68 Tore sind auch nicht viel, schon seit dem Start der Spielzeit versuchen die Seehäuser besser im Abschluss zu werden. „Im Angriff müssen wir sicher abschließen“, betont Söhnel.

Das ist leichter gesagt als getan, denn in der heutigen Partie etwa stellt sich der SGS nicht irgendein Gegner in den Weg zum Tor. „Die zählen zum Favoritenkreis, das wissen wir“, merkt der Spielertrainer an. Zwar stehen die Magdeburger nach einer Auftaktniederlage auch erst bei einem Sieg, doch wird der BSV seiner Favoritenrolle gerecht, dürfte das 33:28 vor zwei Wochen gegen den Landsberger HV nicht der letzten Erfolg gewesen sein. Seehausen greift nach der zweiwöchigen Spielpause an – und personell schaut es „noch schlechter“ aus, wie Söhnel leidvoll anmerkt. Ihn hat es bei der jüngsten 21:36-Niederlage im Regionalduell beim SV Oebisfelde auch erwischt, die Zerrung des Torjägers ist noch nicht auskuriert. Dennoch gilt für ihn: „Wir versuchen es.“ Bei Spielmacher Benjamin Mittag wird es nach seinem Fingerbruch aus dem Oebisfelde-Spiel keinen Versuch geben. Zwei wichtige Akteure angeschlagen – der Plan könnte nicht aufgehen.

Von Benjamin Post

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