Kreveser SV holt im Derby gegen den TuS Bismark einen Punkt – Für beide Mannschaften war mehr möglich

Der gefühlte Sieg

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Manuel Neumann und die Kreveser freuten sich nicht nur über das 1:0, sondern auch über den einen Punkt gegen die Bismarker. Die hatten mehr Chancen, nutzten diese aber nicht.

Bismark. Dass ein Sieg oder mehrere Siege die Situation des Kreveser SV in dieser Saison nicht noch einmal verändern würden, weiß Holm Hansens schon längst.

Schließlich trainiert er einen bereits abgestiegenen Fußball-Landesligisten, der es in den bisherigen 27 Spielen nicht geschafft hat, ein Spiel zu gewinnen. Aber: „Man will ja mal gewonnen haben“, sagt Hansens. Im Derby am Sonnabend beim TuS Bismark stand am Ende immerhin „ein gefühlter Sieg“. Die wieder mal stark kämpfenden Kreveser trotzten den über weite Strecken durchwachsen spielenden Bismarkern ein 1:1 (0:1)-Remis ab.

Über eine Stunde lang präsentierte sich der KSV sogar als die etwas bessere Mannschaft, nur dank eines starken Hannes Gust im TuS-Tor lagen die Gastgeber nicht noch höher zurück, er verhinderte kurz nach der Pause zwei Mal hintereinander im Eins-gegen-Eins, erst gegen Jann Grünwald, dann gegen Tino Krüger. Da stand es schon 0:1.

Einen Ball vom umtriebigen Kreveser Angreifer Manuel Neumann ließ Gust kurz vor dem Kabinengang passieren. Krevese zeigte sich in der ersten Halbzeit kompakt und markierte nach einem Angriff über die rechte Seite die Führung. Nur zwei Minuten vorher scheiterte Philipp Grempler noch mit der besten Chance der Bismarker, er knallte den Ball freistehend an die Latte. „Gerade in der ersten Halbzeit haben wir gedacht, es geht von alleine“, erklärte TuS-Coach Dirk Grempler.

Philipp Grempler machte es in Durchgang zwei wenigstens ein Mal besser, nach einem Traumpass von Artem Sikulskyi aus der Mittelfeld-Zentrale schob der durchgestartete Außenstürmer die Kugel an Björn Diezel im Kreveser Kasten vorbei. Das war in der 60. Minute – bis dahin schien der TuS, gedanklich immer einen Schritt zurück zu sein oder eben im Abschluss zu unkonzentriert. Zumindest in der oft schlecht gestaffelten, aber auch schon wieder umgebauten Viererkette wurde es danach besser. Der Abschluss blieb eine Baustelle. Grempler verpasste dann nochmal, wenig später knallte Carlo Rämke das Spielgerät gegen den Pfosten. Krevese, in der zweiten Spielhälfte etwas ungeordneter, brachte keinen Konter mehr erfolgreich zustande, kämpfte um den einen Punkt aber wie gewohnt. Für Hansens war der eine Zähler mit seinem vorhandenen Personal „eine Sensation“. Sein Kollege lobte den KSV. „Krevese hat nicht wie ein Absteiger gespielt“, so Grempler.

• Tore: 0:1 Manuel Neumann (44.), 1:1 Philipp Grempler (60.). Zuschauer: 42.

Von Benjamin Post

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