Fußball: Trotz 2:5-Niederlage gegen Turbine Potsdam gibt es fröhliche Gesichter

Ganz Gladigau grinst

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Gladigaus Torwart Andreas Rummel konnte die Niederlage gegen Maria-Jolina Prica und Turbine Potsdam nicht verhindern, war aber am Ende wie alle Blau-Weißen gut gelaunt.

Gladigau. Blau-Weiß Gladigau hat am vergangenen Sonnabend vor über 400 Zuschauern trotz der 2:5-Niederlage gegen Turbine Potsdam ein ordentliches Vereinsjubiläum zum 90-jährigen Bestehen des Vereins gefeiert.

„Das Resultat war für uns total nebensächlich“, sagte Gladigaus Trainer Torsten Dirk nach dem Spiel.

Die Bundesliga-Damen hatten ihre Stammkräfte nach dem Ende der regulären Saison bereits in den Urlaub geschickt und boten in der Altmark eine junge Mannschaft auf. Passend zum Jubiläum trugen alle Turbine-Spielerinnen die Rückennummer 90 auf den Trikots, die Gladigau nach der Partie behalten durfte. Es wurde aber auch Fußball gespielt: Gladigau begann euphorisch und hielt frühzeitig den Ball vom eigenen Tor fern. Den ersten Treffer machten aber die Kickerinnen von Turbine Potsdam. Maria-Jolina Prica spielte die Verteidigung der Platzherren aus und markierte das 1:0 (9.). Im Anschluss schoss Gladigaus Benjamin Schulze links vorbei und hatte die erste Chance für Blau-Weiß (13.). Kurze Zeit später ließ Hans-Christian Bach die Zuschauer nach einem langen Ball jubeln, als er erst an Turbine-Keeperin Laura Lindner scheiterte und anschließend per Abstauber zum 1:1 traf (15.). Die Potsdamer Damen, die oft über die Flügel kamen, bauten das Spiel in Ruhe auf und hatten durch Laura Kellner per Kopf zum 2:1 eine passende Antwort parat (21.). Erneut war es Bach, der für Wirbel sorgte und Lindner zwei mal prüfte (28., 32.). Während Potsdam nur die Latte traf (34.), folgte kurz vor der Pause der 2:2-Ausgleich nach Benjamin Schulzes Einzelaktion (40.). „Ich dachte mir nur: Vermassel es bloß nicht“, verriet der Torschütze mit einem Lachen im Gesicht seine Gedanken vor dem Abschluss. Mit einem 2:2-Remis ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel hütete Ersatztorwart Andreas Rummel den Gladigauer Kasten und sollte sich Mitte des zweiten Durchgangs auszeichnen. Der Start in die zweite Hälfte bot zunächst kaum gefährliche Offensivszenen. Dann schickte Bach seinen Mitspieler Schulze ins Laufduell, das er für sich entscheiden konnte, den Torschuss aber kläglich über das Tor setzte (64.). Unmittelbar danach hatte Blau-Weiß-Keeper Rummel seinen besonderen Moment, als er im Eins-gegen-Eins gegen Prica parierte und sich natürlich dafür von den applaudierenden Zuschauern feiern ließ (65.).

In dieser Phase ging der Dirk-Elf die Puste aus und Potsdam wusste diese Schwäche zu nutzen. Gegen müde Gladigauer sorgte Anna Gasper mit einem Doppelpack für das dritte und vierte Turbine-Tor (69., 83.). Laura Kellner setzte mit dem 5:2 den Schlusspunkt (85.).

Nach Abpfiff geriet das Ergebnis in den Hintergrund und jeder im blau-weißen Trikot bekam das Grinsen nicht mehr aus seinem Gesicht heraus. Auch Torsten Dirk zeigte sich glücklich. „Das war für uns ein vernünftiger Saisonabschluss“, stellte der Aufstiegs-Coach klar, der mit seiner Mannschaft nach der Sommerpause in der Kreisoberliga spielt.

Zudem bestätigte Dirk schon zwei Testspiele von Blau-Weiß Gladigau zur Vorbereitung auf die kommende Saison gegen Möringen und Preußen Dobberkau.

• Tore: 0:1 Maria-Jolina Prica (9.), 1:1 Hans-Christian Bach (15.), 1:2 Laura Kellner (21.), 2:2 Benjamin Schulze (40.), 2:3, 2:4 Anna Gasper (69., 83.), 2:5 Kellner (85.).

• Blau-Weiß Gladigau: M. Schulz - M. Rummel, Sachse, R. Schulz, Harder, B. Schulze, Judel, Born, Krause, Bach, S. Schulze (A. Rummel, Rosenkranz, Wedekind, Schümmke, Kontzog, Michael).

• 1. FFC Turbine Potsdam: Lindner - Gasper, Kellner, Prica, Schwalm, Scheel, Schmidt, Müller, Flügge (Schütt).

Von Patrick Nowak

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