Arbeiten auf der „Flora“

Eintracht Salzwedel nutzt Corona-Pause um Sportplatz zu verschönern

Sportler bei der Arbeit
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Die Fußballer des SV Eintracht Salzwedel trafen sich zu einem Arbeitseinsatz auf dem „Flora-Sportplatz“.
  • Renee Sensenschmidt
    VonRenee Sensenschmidt
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Salzwedel – Seit November ruht mit nur wenigen Ausnahmen der Trainings- und Wettkampfbetrieb im Sport. Auch auf dem Salzwedeler „Flora-Sportplatz“ rollt seit fast fünf Monaten kein Ball mehr. Ruhe herrscht dort jedoch nicht, denn nachdem im Vorjahr ein langjähriger Pachtvertrag mit der Stadt abgeschlossen wurde, packen die Mitglieder der Fußballabteilung ordentlich an, um nach und nach die „Flora“ in ein Schmuckkästchen zu verwandeln.

50000 Euro investiert

Der Landtagsabgeordnete Carsten Borchert (CDU), der als Kind selbst auf der „Flora“ großgeworden ist und dort viele Jahre Fußball gespielt hat, sorgte dafür, dass der Verein im Vorjahr 50 000 Euro Fördermittel vom Land erhalten hat. Diese hat der SV Eintracht in eine Beregnungsanlage für die beiden Spielfelder und in neue Spielfeldumrandungen (Barrieren) investiert. Mithilfe von Sponsoren und Eigenmitteln wurde zudem der Bereich unter der Überdachung und einige Gehwege neu gepflastert. Die arbeiten wurden fachmännisch von Firmen ausgeführt.

Arbeitseinsätze

Aber auch die Mitglieder unterstützten diese Arbeiten mit Eigenleistungen. Und so absolvierte die 1. Männer-Mannschaft um Trainer Helge Kietzke am vergangenen Sonnabend bereits ihren dritten Arbeitseinsatz. Nachdem in den Einsätzen zuvor die Gräben für die Beregnung geschlossen und neue Werbebanden angebracht wurden, standen neben der Renovierung eines Geräteraums weitere Erdarbeiten auf dem Programm, die die anwesenden Teammitglieder weitestgehend mit Schubkarre und Schippe erledigten. Eine Kraftanstrengung, die man durchaus als Trainingseinheit werten kann. Denn nach dem Abbruch der Saison durch den Fußballverband Sachsen-Anhalt hat der Landesklassen-Vertreter aktuell keine Motivation, um auf den Trainingsplatz zurückzukehren. „In kleinen Gruppen macht das wenig Sinn. Wir setzten unsere interne Challenge fort und warten ab“, meinte Trainer Helge Kietzke, der wenig Hoffnung hat, dass der KFV Altmark West seine Saison fortsetzt und es im Kreispokal weitergeht.

Fördermittel beantragt

Uns so trifft man sich mit Abstand, um weiter die „Flora“ zu verschönern. Auch die Qualität der Rasenfläche soll in den nächsten Wochen durch einige Maßnahmen verbessert werden. Zudem hofft der Verein auf weitere Fördermittel. Beim Land Sachsen-Anhalt bewirbt sich der Verein um die Förderung einer Maßnahme, um zwischen den beiden Spielfeldern für 200 000 Euro ein kleines Vereinsheim mit Umkleidemöglichkeiten und Toiletten, die auch für die Zuschauer bei Punktspielen zugänglich sein sollen, bauen zu lassen. Altmarkkreis und die Stadt haben ihre Unterstützung zugesagt und werden sich entsprechend den Förderrichtlinien mit eigenen Finanzmitteln an der Maßnahme beteiligen. Eine weitere Stufe ist bereits genommen, denn der Landessportbund hat das Projekt des SV Eintracht für eine Bewilligung vorgeschlagen. Ein hoffnungsvolles Signal.

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