Nach Videokonferenz am Montag

Sommerpokal des KFV Altmark-Ost nimmt Formen an

Arneburg jubelt über einen Pokalsieg.
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Pokalmannschaft Rot-Weiß Arneburg tritt selbstverständlich an.
  • Tobias Haack
    VonTobias Haack
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Um einen ersten Schritt zurück zur Normalität zu gehen, hat der KFV Altmark-Ost seinen Vereinen die Ausrichtung eines Sommerpokals angeboten. Das Feedback der Klubs fiel in einer Videokonferenz am Montagabend positiv aus.

Stendal – Mit 2:4 endete am vergangenen Sonnabend das erste Spiel einer altmärkischen Mannschaft nach knapp sieben Monaten Corona-Zwangspause. Landesligist SSV Havelwinkel Warnau unterlag bei Kreisoberligist Borussia Brandenburg. Unter normalen Bedingungen ein Ergebnis, das den ambitionierten Warnauern zu denken hätte geben müssen. In Zeiten einer anhaltenden Pandemie jedoch ein Spiel, das Mut macht. Es war ein Hoffnungsschimmer auf dem Weg zurück zur Normalität. Hoffnung verbreitet dieser Tage auch der Kreisfachverband Fußball Altmark-Ost. Er organisiert für seine Vereine aktuell einen Sommerpokal-Wettbewerb. Eine Idee, die gut angenommen wird, wie sich auf einer Videokonferenz am Montagabend zeigte.

Mindestanzahl schon geknackt

Die vom KFV für die Durchführung geforderte Mindestanzahl von zehn Vereinen, die um den Pokal kicken wollen, wurde inzwischen geknackt. Die Mischung der gemeldeten Teams ist bunt, reicht von der Kreisklasse bis hoch zur Landesliga. Verbindlich zugesagt haben bis dato der SV Grieben, Medizin Uchtspringe, Freundschaft Schernebeck, der Möringer SV, Heide Klein Schwechten, Rot-Weiß Arneburg, der TuS Wahrburg, der Rossauer SV, Viktoria Uenglingen und Kickers Seehausen. Positive Tendenzen gab es zudem von Germania Klietz, Saxonia Tangermünde sowie vom Kreveser SV. Die drei Klubs wollen zuvor aber noch ein paar inhaltliche Fragen geklärt wissen.

Kein Druck und maximal flexibel

Vor allem die derzeit noch offene Terminfrage treibt die Vereine um, wie KFV-Präsident Michael Müller im Gespräch mit der Altmark-Zeitung anführte: „Das Problem ist, dass die Termine für den Saisonstart der Landesliga und Landesklasse noch offen sind. Tangermünde könnte jetzt zum Beispiel zusagen, vielleicht startet aber auch ihre Saison schon im Juli. Das macht es im Moment etwas schwierig.“ Druck macht sich der KFV als Organisator des Sommerpokals allerdings nicht. „Es ist ein Turnier mit Freundschaftsspielcharakter, das wir maximal flexibel gestalten wollen. Es melden sich ja hier auch nur die Vereine und nicht konkret die erste oder zweite Mannschaft“, erklärt Müller.

Beginnen soll der neuartige Wettbewerb frühestens am 3. Juli, da der KFV zunächst noch die Wechselfrist am 30. Juni verstreichen lassen möchte und sich auch organisatorische Fragen im DFBnet dann besser regeln lassen. Auch die Hoffnung auf weitere Lockerungen im Sport ist bis dahin groß. „Brandenburg spielt ja zum Beispiel schon Testspiele ohne Testpflicht. Ich hoffe, so weit ist es dann im Juli bei uns auch“, meint Müller.

Hohe Beteiligung, geringer Aufwand

Der Modus des Sommerpokals richtet sich nach der Anzahl der Vereine aus, die sich bis zum Stichtag am 11. Juni verbindlich angemeldet haben. Geplant ist eine regionale Gruppenphase mit anschließender K.o.-Runde. KFV-Präsident Müller: „Wir wollen es allen ermöglichen, mitzumachen. Den Aufwand für die Teams aber so gering wie möglich halten. Je mehr Vereine melden, desto einfacher wird es natürlich mit der regionalen Einteilung.“

Neben dem Sommerpokal wurden auf der Videokonferenz am Montag auch organisatorische Themen für die anstehende Pflichtspiel-Saison im Kreis debattiert. Kontrovers wurden die Änderungen im Schiedsrichterwesen aufgenommen. Vor allem die Erhöhung der Pflichteinsätze von 15 auf 20 pro Referee stieß auf wenig Gegenliebe. Besser kam da schon an, dass die Meldefrist für die Unparteiische vom Saisonanfang auf das Saisonende verlegt wurde.

Rahmenterminplan weiterhin offen

Aus Seehausen gab es die Anregung, die Staffeln im Kreis in der kommenden Spielzeit zu halbieren, um im Falle eines nächsten Lockdowns flexibler in den Planungen zu sein. Die Mehrzahl der Vereine sprach sich jedoch dagegen aus. Das Thema war damit vom Tisch.

Keinerlei Konkretes konnte der KFV seinen Klubs in Sachen Rahmenterminplan mit auf den Weg geben. Hier wartet der Kreisfachverband auf Vorgaben des FSA, an denen er sich orientieren müsste. Wann in Magdeburg jedoch diesbezüglich etwas veröffentlicht wird, ist offen. Der KFV plant deshalb vorerst wie in der vergangenen Spielzeit mit einer Meldefrist Ende Juni, Staffeltagen im Juli und einem möglichen Saisonstart im August. Der Anfang ist aber immerhin gemacht und die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in den Spielbetrieb lebt mehr denn je.

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