Oberliga-Neuling 1. FC Lok Stendal spielt bei 2:0-Start besser als Rudolstadt

Der Fußball siegt

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Martin Gebauer ballt beim Jubeln die Fäuste. Der Rechtsverteidiger hatte mit Lok im ersten Spiel den ersten Sieg geholt.

Stendal. Um 14.12 Uhr rollte endlich wieder der Oberliga-Fußball in Stendal. Erst um 14.12 Uhr, denn der Anstoß 14 Uhr musste gestern nach hinten verlegt werden. Der erste Gegner Einheit Rudolstadt stand auf dem Weg nach Stendal im Stau. Na ja, es ging ja auch über die A9.

Um 14.39 Uhr brandete erstmals großer Applaus für den 1. FC Lok Stendal auf. Lok ging mit 1:0 in Führung, viele der 668 Zuschauer im Stadion „Am Hölzchen“ sprangen von ihren Sitzen auf der Haupttribüne auf und jubelten mit den Spielern. Die Anhänger standen sowieso. Als die Stendaler Minuten später schon nachlegten, war der Jubel gefühlt noch größer. Am Ende blieb es beim umjubelten 2:0 (2:0) und dem Sieg zum Start in die fünfte Liga.

Die Stendaler zeigten gegen ihren ersten Gegner eine erfolgreiche erste Halbzeit. Auch wenn die nicht nur rund lief. Den Thüringern gehörte die Anfangsphase, in der sich beide Mannschaften auf ihre Grundordnung besannen und defensiv nichts anbrennen lassen wollten. „Für einen Aufsteiger ist es sehr wichtig eine gute Grundordnung zu haben. Die hatten wir“, erklärte Lok-Trainer Sven Körner.

Lok Stendal gelingt 2:0-Sieg zum Oberliga-Auftakt

Irgendwann vor dem ersten Tor hatte Lok seinen ersten Kontrahenten durchschaut und fand die Lücken im Angriffsspiel. Das Offensivspiel ist Stendals Stärke und die Gäste kamen defensiv damit nicht klar. Rudolstadt blieb zwar immer wieder gefährlich und hatte Abschlüsse, doch die besseren Chancen besaß Lok. Zwei der Möglichkeiten fanden ihr Ziel. Vor dem 1:0 durch Tim Schaarschmidt nach einem Eckball von Franz Erdmann hätte Martin Gödecke schon erfolgreich sein können.

Das war Benedikt Nellessen nach einer halben Stunde, als er eine gelungene Vorarbeit von Niclas Buschke über die Linie drückte. Vorarbeiter Buschke vergab noch vor der Halbzeitpause eine weitere Gelegenheit. Beide Teams hatten ihre Chancen, Lok nutzte sie. Den besseren Fußball spielte Stendal. Die Körner-Elf ließ den Ball laufen und versuchte sich, vors Tor zu kombinieren. Und die Rudolstädter, in der vorigen Saison immerhin Tabellenfünfter, versuchten es zu oft mit langen Bälle. „Wir haben zu viel mit langen Bällen agiert, die leicht zu verteidigen waren“, gestand Einheit-Coach Holger Jähnisch ein. Oder anders gesagt: „Wir haben zu wenig Fußball gespielt.“

Körner wäre nicht Körner, hätte er nicht noch ein Mangel gefunden. „In der ersten Halbzeit hatten wir zu wenig Ballbesitzphasen“. Das ist ausbaufähig. Doch seine Auswahl hatte in der attraktiveren ersten Spielhälfte gut vorgelegt und brachte die Führung über die Zeit. Ein drittes Tor gelang auch in Durchgang zwei nicht, als die Stendaler nicht mehr so zwingend nach vorne spielten. „Wir wollten versuchen, Nadelstiche zu setzen“, merkte Körner an. Getroffen hatten seine Spieler den Gegner längst. Mit Toren und dem besseren Fußball.

• Tore: 1:0 Tim Schaarschmidt (27.), 2:0 Benedikt Nellessen (31.). Schiedsrichter: Weigt (Zossen). Zuschauer: 668.

Von Benjamin Post

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