AZ-Serie: Meine beste Elf

Meistertrainer Peter Wassersleben: „Eine geile Zeit“

Uwe Steffens mit Ball
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Uwe Steffens war einer der Leistungsträger in den Mannschften von Peter Wassersleben.
  • Renee Sensenschmidt
    vonRenee Sensenschmidt
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Altmark – Die Altmark-Zeitung hat sich bei langjährigen Trainern erkundet, wie denn ihre Start-Elf aussehen würde, wenn sie aus allen Spielern wählen könnten, die sie jemals trainiert haben. In der AZ-Serie „Meine beste Elf“ blicken die Fußball-Trainer aus der Altmark auf ihre besten Spieler zurück.

Den Salzwedeler Peter Wassersleben kann man durchaus als Meistertrainer bezeichnen. Zu Zeiten der DDR führte er Aktivist Salzwedel in die Bezirksliga, in der Saison 1991/92 wurde Eintracht Salzwedel unter seiner Regie Meister der Bezirksoberliga (AZ berichtete) und mit Eintracht Mechau gelang in nur vier Jahren der Durchmarsch von der Kreis- bis in die Landesliga. Für den heute fast 70-Jährigen, der später auch noch den niedersächsischen TuS Wustrow zu Titelehren geführt hat, war es somit nicht so leicht, elf Spieler hervorzuheben. „Ausschlaggebend dafür war eine Formation, die es erlaubt, problemlos im Spielsystem 4-4-2 und 3-5-2 zu arbeiten und reagieren zu können. Dabei sind für mich die Außenpositionen entscheidend.“

Tor

Zwischen den Pfosten agiert Bernd Rantzow, der vieles bereits von seiner großen Statur aus mitbrachte. „Bernd war stark auf der Linie und lautstark mit Anweisungen. Er hatte lediglich leichte Schwächen im Herauslaufen.“

Abwehr

Die Viererkette bilden René Minkley und Thomas Spiegel in der Außenverteidigung sowie Hansi Matzka und Maik Behrens in der Innenverteidigung. „René und Thomas waren schnell, bissig, aggressiv und unangenehm für jeden Gegenspieler. Hansi und Maik waren zweikampfstark, kopfballstark mit guter Raumorientierung und gut bei Standardsituationen einzubinden.“

Mittelfeld

Die beiden Außenpositionen hat Peter Wassersleben, den seine Freunde nur „Paule“ nennen, mit den Ex-Mechauern Manfred Braun und Christinel Berciu besetzt. „Zwei schnelle, auf hohem technischen Niveau agierende Spieler, die auch noch Torgefahr ausstrahlten.“ Die „Zentrale“ bilden Marko Trostmann und Thomas Treichel, die ebenfalls ein hohes technisches Niveau besaßen. „Sie können sich ergänzen und sollen die Seele des Teams darstellen, in dem sie spielerische Akzente setzen“, malte sich der Trainer aus.

Angriff

Bei den beiden Angriffsspitzen setzt Peter Wassersleben auf Rafal Pisula und Uwe Steffens, die mit starker Technik ausgestattet waren, Spielwitz besaßen und den notwendigen Biss hatten, um Tore zu erzielen. „Rafal hat lange Zeit mit seinen Toren den Fußball in Mechau aufleben lassen. „Uns Uwe“, wie er bei uns genannt wurde, begeisterte mit seiner Art zu spielen und Tore zu schießen über Jahre die Salzwedeler Fans.

Auch Torsten Felkel, Norbert Vieth, Dennis Fehse, Frank Treichel, Hartmut Schöne und Jürgen Brand waren bei Peter Wassersleben in der engeren Auswahl, sie haben es auf die Ersatzbank geschafft. Sven Henninger, Christian Kohlsdorf oder Holger „Putzi“ Neumann wären mit Sicherheit auch dabei gewesen, doch diese drei Akteure hat der Jeetzestädter nie trainiert. „Danke an alle Spieler, auch die nicht mit angeführt sind. Jeder war auf seine Art wertvoll fürs Team. Danke für eine geile Zeit“, so der Meistertrainer, der die geplante Feier mit seinen Weggefährten zur Vollendung seines siebten Lebensjahrzehntes aufgrund der geltenden Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschieben muss. „Es wird die Zeit kommen, wo wir einiges nachholen werden. Ich freue mich darauf, bleibt gesund.“

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