FUSSBALL – 3. LIGA: Der 1. FCM zwischen Vorfreude, Druck und realistischen Zielen

Als Einheit punkten

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Nach fünf Wochen Vorbereitung ist der 1. FC Magdeburg auf einem guten Weg, als Mannschaft zusammenzufinden. Morgen wird es mit dem Auftakt in der 3. Liga gegen Eintracht Braunschweig ernst.

Magdeburg – Die Vorfreude steigt. Bei Trainer, Mannschaft und Fans gleichermaßen. Morgen beginnt für den 1. FC Magdeburg mit dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig die Drittliga-Saison.

Aus zehn Arrivierten und 15 Neuen eine Mannschaft formen: Darin bestand in den vergangenen fünf Wochen die größte Herausforderung für den neuen Trainer. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga sieht Stefan Krämer den 1. FCM auf einem guten Weg.

Die Vorbereitung

Fünf Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage: In den Testspielen präsentierten sich die Magdeburger durchwachsen. Aber das sei normal, sagt Krämer. „Unterm Strich war es eine gute Vorbereitung, weil wir relativ schnell einen Draht zueinandergefunden haben.“ In der 3. Liga sei es unabdingbar, als Einheit aufzutreten, betonte der Cheftrainer gestern. Er weiß: „Nur mit Talent und individueller Klasse hast du in der 3. Liga keine Chance.“

Die Favoritenrolle

Als Zweitliga-Absteiger sehen viele Experten den 1. FC Magdeburg als einen der Favoriten für den direkten Wiederaufstieg. Ein Druck, mit dem die Mannschaft umgehen muss. „Es ist ein schönes Beiwerk, wenn man von den Experten genannt wird, aber wir haben einen klaren Blick, lassen uns da nicht verunsichern“, nimmt Maik Franz den Druck vom Team. Der Leiter der Lizenzspielerabteilung weiß, welche Schwierigkeiten Absteiger in den zurückliegenden Jahren hatten. Das soll beim Club jedoch nicht passieren.

Krämer lässt die hohen Erwartungen, die von außen einprasseln, auch von sich abprallen. „Ich habe überhaupt keinen Druck, ich habe reine Vorfreude. Ich will abliefern müssen. Den Erwartungen gerecht werden musst du im Profifußball immer.“

Das Saisonziel

Platzierungen herauszugeben, damit halten sich Krämer und Franz zurück. Dafür sei es zu früh. Das wichtigste Ziel sei es, „stabil in der Liga anzukommen und schnellstmöglich in die Punkte zu kommen, damit man nicht die Probleme kriegt, die viele Absteiger in den letzten Jahren hatten“, sagt der Coach. Ihm geht es weniger um die Platzierung, sondern mehr um die Haltung. Es komme darauf an, wie die Mannschaft auch in kritischen Phasen zusammenstehe.

Der erste Gegner

Mit Eintracht Braunschweig gastiert morgen ab 17.45 Uhr ein Gegner in der MDCC-Arena, der eine starke Rückrunde gespielt hat und so den Abstieg in die Regionalliga abwenden konnte. Krämer spricht von einer „wuchtigen Mannschaft mit vielen erfahrenen Spielern“, die sehr erwachsen, gestanden und abgezockt sei. „Fürs erste Spiel ist das schon ein Brett.“

Aufstellung und Taktik

Schon nach dem letzten Vorbereitungsspiel gegen Rotherham United sagte Krämer, dass er sich auf acht Positionen recht sicher sei. Neben Kapitän Christian Beck ist Neuzugang Mario Kvesic gesetzt. „Das dürfte nicht so der große Überraschungsmoment sein“, so Krämer. Auch um Sören Bertram dürfte der Trainer nicht herumkommen. Im Tor scheint Alexander Brunst gesetzt, in der Innenverteidigung Tobias Müller. Wer neben ihm agiert, weiß Krämer noch nicht. Das gilt auch für andere Positionen. „Von den Leistungen her könnten 16, 17 spielen, vielleicht 18. Da ich nur elf aufstellen darf, bin ich froh, dass ich mir Gedanken machen muss.“ Es werde auch den einen oder anderen Härtefall geben. Taktisch läuft vieles auf eine 4-2-3-1-Grundformation hinaus. Allein schon durch die Kvesic-Verpflichtung. Doch er könne auch in einem 4-3-3 spielen, lässt Krämer die Ausrichtung offen.

VON SABINE LINDENAU

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