„Ganz dick mit dabei“

Fußball-Landesliga: TuS Bismark bezwingt Rangzweiten Olvenstedt mit 2:0

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Gelingt der große Coup? Nach dem Heimerfolg gegen Germania Olvenstedt ist der TuS Bismark nur noch drei Zähler vom Relegationsplatz entfernt. Dass sie jubeln können, bewiesen sie nach dem Abpfiff.

Bismark. Frustabbau geglückt. In der Vorwoche noch mit 0:4 baden gegangen, bezwang der TuS Bismark am Sonnabend den Rangzweiten Germania Olvenstedt völlig verdient mit 2:0 (1:0).

„Es war eine couragierte Leistung. Wir wollten eine Trotzreaktion zeigen“, freute sich Bismarks Trainer Dirk Grempler. Das Unterfangen Heimsieg wurde bereits nach zehn Minuten eingeleitet. Philipp Grempler vollendete eine mustergültige Flanke von der linken Seite von Alexander Mayer per Kopf zur Führung.

Von den Gästen aus Olvenstedt war auch nach dem Rückstand überhaupt nichts zu sehen. Viele Offensivbemühungen fanden ihren Ursprung in einem lang gespielten Ball aus der Abwehr. Doch die TuS-Defensive um den 18-jährigen Florian Knoblich stand wie eine Wand.

Bis zur Pause hätte es durchaus des Öfteren klingeln können, wenn nicht sogar müssen. Doch Grempler (27.), und Felix Pitzner (36., 43.) kamen bei ihren Chancen nicht druckvoll hinter den Ball oder brauchten schlichtweg zu viel Zeit bis zum Abschluss.

Was dem schnellen Flügelspieler Pitzner in Hälfte eins noch verwährt war, trat nur wenige Augenblicke nach dem Wiederanpfiff ein – ein eigener Treffer. Begünstigt durch Olvenstedts Keeper Marc-Kevin Deupert. Er schien mit dem Kopf noch in der Kabine geblieben zu sein, denn anders lässt sich auch mit reichlich Bedenkzeit sein Riesenbock aus der 47. Spielminute nicht erklären. Völlig unbedrängt spielte er die Kugel in Pitzners Füße, der nur noch einschieben brauchte, auch weil Deupert beim Versuch den Fehler auszubaden wegrutschte.

Der TuS beschäftige sich fortan mit dem eigenen Konterspiel und ließ hinten so gut wie nichts anbrennen. Olvenstedts beste Chance resultierte aus einem ruhenden Ball. Den Freistoß von Germania-Kapitän Andreas Bode parierte Hannes Gust souverän (55.).

„Wir haben heute die Konter nicht gut genutzt. Daher mussten wir selbst nach dem 2:0 noch aufpassen. So eine Mannschaft kann immer einen machen. Sie sind Tabellenzweiter“, sah der Bismarker Übungsleiter einzig die mangelnde Chancenverwertung als Manko und blickte sofort auf das kommende Wochenende: „Wir sind ganz dick mit dabei. Und nächste Woche kommt das Derby gegen Letzlingen. Ich hoffe, dass die Zuschauer das auch anerkennen.“

Am Sonnabend verirrten sich zum Spitzenspiel Sechster gegen Zweiter der Landesliga nur magere 48 zahlende Zuschauer in das Bismarker Waldstadion.

• Tore: 1:0 Philipp Grempler (10.), 2:0 Felix Pitzner (47.).

Von Falk-Stéphane Dezort

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