FUSSBALL-LANDESKLASSE – RÜCKBLICK TEIL 3 Das Aufstiegsrennen im Fokus

Ein packender Zweikampf bahnt sich an

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Noch haben Timm Müller (links) und der SV Liesten die Nase vorn, doch der FSV Saxonia Tangermünde um seinen Kapitän Daniel Groß, wirkt noch dominanter.

Liesten/Tangermünde – Im Endspurt der Hinserie hat sich herauskristallisiert, dass die Meisterschaft der Fußball-Landesklasse vermutlich zwischen dem SV Liesten und Saxonia Tangermünde entschieden wird.

Während die Konkurrenz schwächelte, bewiesen beide Teams eine enorme Konstanz.

SV Liesten

Der SVL ist nach der enttäuschenden Vorsaison nicht nur im Titelkampf vertreten, mit 37 Zählern und Platz eins haben die Westaltmärker aktuell auch die beste Ausgangsposition. „Punktemäßig lief es deutlich besser, nur gegen Arneburg und Salzwedel haben wir unnötig Zähler liegen gelassen. Dafür hatten wir gegen Rossau und Krevese Glück. Wir haben nicht viel falsch gemacht“, blickt Trainer Michael Piotrowski zurück.

Mit dem bulgarischen Brüder-Paar Filip und Victor Mateev hatte sich der SVL im Sommer verstärkt, zudem kehrten Steffen Schmidt und Florian Mönke nach Verletzungen zurück. Die Erweiterung des Trainerstabes um einen Fitness-Experten erwies sich ebenfalls als Gewinn, denn die Erfolge der Liestener sind auch auf eine gute Kondition und eine geringere Verletzungsanfälligkeit zurückzuführen. Die 0:1-Niederlage am vierten Spieltag in Salzwedel blieb eine negative Ausnahme, anschließend siegten die Liestener zehn Mal in Folge. Die Vorgaben des Trainers wurden auf dem Platz gut umgesetzt. In Krevese (5:2) und Rossau (4:3) hatte der SVL einfach das nötige Glück. In der Rückrunde rechnet Piotrowski mit einem Titelzweikampf zwischen seinem Team und Saxonia Tangermünde. „Es wird auf diese beiden hinauslaufen“, so der SVL-Trainer, der künftig auf seinen Kapitän Matthias Wiese, der aus beruflichen Gründen nach Sachsen gezogen ist, verzichten muss.

Einsätze/Tore: Gehrke (5/0), Szczerbik (9/0) - Beck (9/3), Bresch (14/1), Galkowski (13/1), Ha. Glameyer (2/0), He. Glameyer (6/0), Kijewski (5/0), Koneczek (7/0), Kordus (12/10), R. Mangrapp (10/4), F. Mateev (13/7), V. Mateev (12/2), Müller (12/1), Schröder (4/1), Steckmann (7/0), Bierstedt (4/1), Böhm (1/0), Langer (11/1), Mönke (2/1), Schmidt (9/13).

Saxonia Tangermünde

Steffen Lenz und sein FSV Saxonia Tangermünde durften eine schöne Weihnachtszeit genießen. Der Trainer steht mit seiner Mannschaft auf dem zweiten Tabellenplatz – hinter dem SV Liesten. Ausgerechnet gegen den SVL und Medizin Uchtspringe gab es für die Saxonen die bislang einzigen zwei 2:3-Pleiten. „Das waren Niederlagen, die nicht einkalkuliert waren“, wirkt Lenz immer noch verwundert. Die starke Aufholjagd nach mageren drei Zählern aus den ersten drei Spielen brachte Tangermünde wieder in die Spur. Zum Jahresabschluss gelangen elf Siege in Serie, neun Mal blieb die Lenz-Elf ohne Gegentor. Insgesamt durfte 68 Mal bei nur acht gegnerischen Treffern gejubelt werden, ein Zeichen purer Dominanz.

„Danach ist die Mannschaft in sich zusammengewachsen und hat eine überragende Hinrunde gespielt“, resümiert Lenz, der seine Elf im Sommer offensiv verstärkt hat. „Wir möchten schon oben dabei bleiben. Da sind aber immer noch ein paar Mannschaften, die sicherlich auch diese Zielstellung haben“, so Lenz, der weiter betonte, dass es wichtig sei, wie die Saxonia aus der Winterpause komme.

Einsätze/Tore: Kuß (10/-), Runge (4/-) - Doerjer (10/-), Döhmann (13/1), Liebisch (12/1), Stark (9/4), Wabbel (7/-), Wehrmann (1/-), Bäther (12/2), Groß (7/-), Klitzing (13/15), Künnemann (3/-), Lautenschläger (12/-), Lehmann (13/4), Lemke (13/12), F. Lenz (6/-), Boehm (7/5), Kämpfer (7/-), Korte (9/6), Schulze (12/15).

VON PATRICK NOWAK UND RENEE SENSENSCHMIDT

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