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FSV Saxonia Tangermünde schlägt auch den SC Bernburg

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Von: Tobias Haack

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Franz Döhmann setzt zur Grätsche an.
Franz Döhmann musste sich mit dem FSV Saxonia gegen Bernburg ordentlich strecken. © Haack

Aufsteiger FSV Saxonia Tangermünde mischt in der Fußball-Verbandsliga weiter froh und munter vorne mit. Die Kaiserstädter feierten am Sonnabend gegen den SC Bernburg ihren sechsten Heimsieg der laufenden Spielzeit, wenngleich das 2:0 (0:0) vor 203 zahlenden Zuschauern im Stadion „Am Wäldchen“ nicht die schmackhafteste Fußballkost bot.

Bei feinstem Herbstwetter schien zunächst alles ordentlich anzulaufen. Nach einem Freistoß von Franz Döhmann köpfte Innenverteidiger Marius Lucas Schmidt relativ unbedrängt neben das Tor (4.). Bei einem sehenswerten Schlenzer von Marco Sebastian Heise stand lediglich der Innenpfosten dem Glück der Hausherren im Weg (11.). Die Führung für den Favoriten schien nur eine Frage der Zeit, doch so richtig brachte er seine Qualitäten nicht auf den Rasen.

Viele Fehlpässe und Ungenauigkeiten prägten fortan das Spiel der Kaiserstädter. Hinzu kamen unnötige Fouls, die den Bernburgern den einen oder anderen Standard zu viel bescherten. Gefahr strahlten die Gäste, die in der Vorwoche noch Titelanwärter SSC Weißenfels mit 3:0 bloßgestellt hatten, allerdings nicht aus. Nicht nach ruhenden Bällen und auch nicht aus dem Spiel heraus, das sie in Abschnitt eins phasenweise dominierten.

„Ich habe sie genau so erwartet, als eine recht spielstarke Mannschaft“, konstatierte FSV-Trainer Steffen Lenz – und hatte recht. Der Ball lief durchaus ordentlich beim SCB. Er wollte spielen, Konsequenz im letzten Drittel war dem Abstiegskandidaten allerdings fremd. So brachten die Hausherren, für die Alexander Klitzing noch einen Hochkaräter vergab (27.), das 0:0 relativ mühelos in die Kabine – trotz mäßiger Leistung. Lenz: „Mir hat in der ersten Halbzeit die Aggressivität in den Zweikämpfen gefehlt. Wir hatten auch zu wenig Ballbesitzphasen.“

Mir hat in der ersten Halbzeit die Aggressivität in den Zweikämpfen gefehlt. Wir hatten auch zu wenig Ballbesitzphasen.

Steffen Lenz (Trainer, Saxonia Tangermünde)

In der Pause sprach der Trainer die Defizite an. Seine Elf ging in den zweiten 45 Minuten auch etwas giftiger zu Werke. Fußballerisch waren die Höhepunkte dennoch weiter rar gesät. Die Führung hätte auf der anderen Seite fallen können: Stoßstürmer Usman Taiwo, der sich packende Duelle mit Daniel Groß lieferte, kam frei zum Abschluss, traf aber nur das Außennetz (58.). Vier Minuten später durfte der FSV dann erstmals seine große Stärke ausspielen. Nach einem Freistoß Bernburgs rollte endlich mal ein Konter an, an dessen Ende Joker Lars Korte aber links vorbei schoss.

Nach einer tollen, aber vergebenen Kopfballchance von Maurice Schmidt wurde es dann unruhig. Schiedsrichter Michael Damke zog seinen Assistenten zurate und entschied auf Handelfmeter für Saxonia. Klitzing übernahm die Verantwortung und traf souverän – 1:0 (74.). Kurze Zeit später machte Marius Schmidt nach einem Eckstoß mit dem 2:0 die nächsten drei Punkte klar (81.). Zwillingsbruder Maurice hatte weniger Glück. Mit einem tollen Solo hob er die Zuschauer nochmal aus den Sitzen, scheiterte final aber am Torhüter der Bernburger (83.), die wenig später auch noch eine Gelb-Rote Karte kassierten (90.+6).

„Es war heute ein Arbeitssieg für uns, aber ein verdienter“, meinte Steffen Lenz zusammenfassend. Der FSV Saxonia Tangermünde hat sich mit diesem Erfolg auf Rang fünf verbessert.

Tore: 1:0 Alexander Klitzing (74./HE), 2:0 Marius Lucas Schmidt (81.). Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote Karte wegen Meckerns für Konstantinos Miliarakis (90.+6/Bernburg).

FSV Saxonia Tangermünde: Kuß - Döhmann (67. Zaporoshchenko), Groß, M. L. Schmidt, Ehricke - Lemke (58. Korte), Bittner (87. Papke), Lehmann, Heise (75. Höhnke) - Klitzing, M. P. Schmidt.

Alle Spielberichte, Trainerstimmen und Hintergründe zum Spieltag vom Wochenende lest Ihr im Montagssportteil der Altmark-Zeitung.

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