XXVIII. Altmark-Masters im Hallenfußball: 565 Zuschauer sehen Salzwedel siegen

Freudentaumel in Rot-Weiß

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So sehen Sieger aus: Die Fußballer des SV Eintracht Salzwedel gewannen das XXVIII. Altmark-Masters der Altmark Zeitung und jubelten ohne Ende. 

Beetzendorf – Wenn sich Männer überglücklich in den Armen liegen, enthusiastische Luftsprünge machen, übers Parkett rutschen und genüsslich ein Bad in der jubelnden Anhänger-Menge nehmen, dann ist er wieder gerollt, der Ball des Altmark-Masters.

Am Sonnabend, bei der 28. Auflage, waren es die Salzwedeler, die den Hallenboden in Beetzendorf zu ihrer Bühne machten. Zunächst natürlich sportlich. Am Ende dann ausgelassen feiernd. Die Eintracht hat das hochkarätigste Hallenfußballturnier der Region, veranstaltet von der Altmark Zeitung, zum zweiten Mal gewonnen. 15 Jahre nach ihrem ersten Triumph - seinerzeit auch im Neunmeterschießen, allerdings gegen den TuS Schwarz-Weiß Bismark - konnte die Elf von Trainer Helge Kietzke erneut den Siegerpokal in die Höhe stemmen. In einem engen Finale bezwangen sie Vorjahressieger SSV 80 Gardelegen im Neunmeterschießen. Natürlich waren die Akteure auf der Platte andere als damals. Die Freude war aber mindestens genauso groß.

Vor nur 565 zahlenden Zuschauern war die Atmosphäre unterm Hallendach in diesem Jahr etwas ruhiger als gewohnt. Doch die mitgereisten Fans sorgten für Stimmung, fieberten leidenschaftlich mit und erlebten durchaus hochklassigen Fußball. Vor allem der Salzwedeler Anhang, zahlenmäßig am stärksten vertreten, stand geschlossen hinter seiner Mannschaft. Was auffiel: Das fachkundige Publikum war sehr fair und zollte allen Teams anerkennenden Beifall. Die besten Mannschaften der Altmark verdienten sich diesen aber auch mit starkem Spiel und vielen Toren, die vor allem in der Vorrunde fielen.

Überraschungen blieben in diesem Jahr aus. Die hochrangigsten Teams zogen in die Vorschlussrunde ein. Dennoch sorgten auch die Hallenkreismeister, die ja nichts zu verlieren hatten, für Momente, die in Erinnerung bleiben werden. Eintracht Schinne verpasste das Viertelfinale nur knapp, der SV Langenapel deutlich. Dennoch bereicherten die Underdogs das Altmark-Masters. Und es gab noch eine weitere Bereicherung. Und zwar am Rande des Spielfelds. Mit Stefanie Wenslau lief erstmals in der Turniergeschichte eine Schiedsrichterin auf. Sie durfte sogar das Finale leiten. Die Stendalerin machte ihre Sache souverän. Grund für Beanstandungen gab es aber kaum. Auch die Spiele selbst verliefen sehr fair.

Das XXVIII. Altmark-Masters war ein Turnier, das alle Beteiligten zufrieden stimmen dürfte. Auch wenn die Zuschauerzahl so gering war wie noch nie, so bleibt das Turnier der Altmark Zeitung weiterhin das wichtigste der Region. Welche Bedeutung es für die Mannschaften hat, machte der Freudentaumel der Salzwedeler deutlich. Sie hatten in den Jahren zuvor dreimal das Finale verloren. Umso glücklicher waren sie am Sonnabend. Voller Stolz reckten sie ihre Pokale und Wittinger-Bierfässer in den Hallenhimmel. Ein Jubel, der ansteckend wirkte und in Erinnerung bleiben wird.

Von Sabine Lindenau

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Impressionen vom XXVIII. Altmark-Masters: Teil I

Impressionen vom XXVIII. Altmark-Masters: Teil II

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