Germania Tangerhütte rettet mit 4:0-Sieg bei Preußen Dobberkau die Fußball-Landesklasse

Freude wenn die Luft brennt

Tangerhütte jubelt, Dobberkau schlägt die Hände über den Kopf zusammen. Robert Taube (Nummer 12) freut sich mit Bruder Felix (17) und Florian Jakubzyk (rechts) mit dem Torschützen Nick Lücke.
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Tangerhütte jubelt, Dobberkau schlägt die Hände über den Kopf zusammen. Robert Taube (Nummer 12) freut sich mit Bruder Felix (17) und Florian Jakubzyk (rechts) mit dem Torschützen Nick Lücke.
  • VonBenjamin Post
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Dobberkau. Dieter Schönhoff wusste genau, was seiner Mannschaft am Sonnabend fehlte. Einer wie Daniel Rapczinski. „Wenn man da vorne einen wie ihn hat, brennt die Luft“, lobte Schönhoff den 30-jährigen besten Torjäger von Germania Tangerhütte.

Dieser Rapczinski hatte mit seinen zwei Toren einen großen Anteil daran, dass sich die Tangerhütter zwei Spieltage vor dem Ende der Saison den Klassenverbleib sicherten – bei Preußen Dobberkau um Trainer Schönhoff, das nur noch theoretische Chancen auf die Fußball-Landesklasse hat. Nach der 0:4 (0:3)-Niederlage haben die Dobberkauer fünf Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, den der SV Krüden/Groß Garz einnimmt.

Die Germanen machten nach einer schwachen Spielzeit in Dobberkau den Liga-Erhalt klar, da sie sich abgezockter vor dem Tor zeigten. Allen voran Rapczinski. Der Doppeltorschütze stieg erst in der Rückrunde wieder in die Mannschaft ein und steht bei neun Treffern. Tore fehlen den Preußen. „Wir haben keinen Goalgetter“, stellte Schönhoff fest. Der 39-jährige Daniel Hein rieb sich auch gegen Tangerhütte vorne auf, doch wie seinen Kollegen gelang ihm nichts.

Die Germania profitierte von Dobberkauer Fehlern in der Vorwärtsbewegung und drängte auf den Kasten der Preußen – nach der ersten Halbzeit stand es schon 3:0, da Rapczinski schon zwei Mal getroffen hatte und dazu noch Florian Jakubzyk. Bei Dobberkau blieb es auch nach dem jähen Rückstand bei Versuchen und auch der Tangerhütter Torhüter Konrad Buschendorf hatte seinen Anteil am Misserfolg der Preußen. „Den Torwart haben wir ein bisschen berühmt geschossen“, befand Schönhoff.

Einer, der Rapczinski nachfolgen könnte nach dessen Karriereende nach der Saison, sorgte noch für den vierten Treffer der Germanen. Der eingewechselte A-Jugendliche Nick Lücke (18) markierte fast so abgezockt wie sein Vorgänger Rapczinski das 4:0. Tangerhütte, das für seine Verhältnisse vor Spielfreude sprühte bei der entscheidenden Partie, vergab zuvor noch vier gute Möglichkeiten. An ihrem Erfolg war aber an diesem Tag nichts zu rütteln. Und so formierte sich die Germania nach dem Spiel zum Freudentanz. Die Musik dazu: „Wir steigen niemals ab, scha la la la la ...“. Die Dobberkauer wohl schon. Das „Erlebnis“ Landesklasse ist höchstwahrscheinlich vorbei. „Die letzten zwei Spiele wollen wir mit Anstand über die Bühne bringen“, erklärte Schönhoff.

Von Benjamin Post

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