Handball – EHF-Cup: SCM heute in Minsk und Mittwoch gegen Silkeborg

Freude auf Strapazen

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SCM-Trainer Bennet Wiegert ist nach der langen EM-Pause froh, dass er mit seiner Mannschaft in den Pflichtspielbetrieb zurückkehren durfte.

Magdeburg. „Es geht jetzt schon um Big Points. “ Kaum war das Bundesliga-Spiel gegen den VfL Gummersbach abgepfiffen, blickte Bennet Wiegert Richtung Minsk. Gestern früh ist der Trainer des SC Magdeburg mit seiner Mannschaft in den Flieger gestiegen.

Für Training blieb nicht wirklich Zeit. Eher für ein wenig Regeneration. „Wir wollten in Europa spielen. Alles andere wäre langweilig. Es gibt kein Genörgel. Ich freue mich, Reisestress zu haben“, so der Cheftrainer der Magdeburger Handballer.

Nach einer durchaus ansehnlichen Leistung mit einer Trefferquote von 70 Prozent und einem starken Dario Quenstedt als Rückhalt im Tor ist Wiegert optimistisch. Nach der EM habe keiner so richtig gewusst, wo er stehe. Darum zeigte er sich mit dem Sieg und den zwei Punkten sehr zufrieden. Viel wichtiger sei für den Trainer aber, dass keiner seiner Jungs mehr als 45 Minuten auf der Platte stehen musste, stehen dem SCM in der kommenden Zeit doch mehrere Englische Wochen bevor. „Es ist so wichtig, dass wir die Jungs gesund halten, denn wir haben jetzt harte Wochen vor uns, auf die wir uns freuen.“ Wiegert lässt rotieren. So kommen wie schon gegen Gummersbach auch jene Spieler zu mehr Einsatzzeiten, die sonst öfter auf der Bank sitzen. Wie Lukas Mertens, der mit neun Treffern von neun Würfen eine überragende Leistung zeigte.

Ohnehin habe die Teamleistung gestimmt. „Wir haben einen qualitativ hochwertigen Kader.“ Den aufgrund eines Ermüdungsbruchs fehlenden Michael Damgaard zu ersetzen, hat die Mannschaft sehr gut geschafft. Auf eine genauso starke Teamleistung hofft Wiegert auch heute in Minsk. Während der EM habe er Zeit gehabt, sich mit den kommenden Gegnern im EHF-Cup zu beschäftigen. Die Weißrussen seien eine „wirklich gute, junge Mannschaft“, die ähnlich wie der SCM über das Tempospiel komme. „Ich bin schon gespannt, wie viele Tore beide Mannschaften machen.“ Der Coach ist sich sicher: „Das wird ein ganz schweres Auswärtsspiel.“ Dennoch möchte er mit seiner Sieben alles daran setzen, erfolgreich zurückzukehren. Am kommenden Mittwoch geht es dann vor heimischer Kulisse gegen Silkeborg. Die Dänen hält Wiegert für den stärksten Gegner in einer ohnehin sehr attraktiven Gruppe. „Das wird auch noch einmal ein harter Brocken.“ Er weiß: „Die Leistungsdichte in Europa ist so eng geworden, dass man sich keine Aussetzer leisten kann.“ Darum geht sein Appell an die Fans, zu den Heimspielen in die GETEC-Arena zu kommen und den SCM anzufeuern. „Wir brauchen die Unterstützung.“ Schließlich lautet das große Ziel, das Final Four zu erreichen, das bekanntlich in Magdeburg ausgetragen wird.

Von Sabine Lindenau

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