SSV 80 Gardelegen im Trainingsmodus

Freude an der Gemeinsamkeit

Die Kicker des SSV 80 Gardelegen vor der Trainingseinheit
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Die Resonanz stimmt: Die Verbandsliga-Kicker des SSV 80 Gardelegen haben ihren Trainingsbetrieb wieder aufgenommen, wobei der Spaß, endlich wieder auf dem Platz stehen zu können, nicht zu übersehen war.
  • Tobias Weber
    VonTobias Weber
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Gardelegen - Endlich wieder auf dem Trainingsplatz stehen und gemeinsam mit den Mannschaftskameraden mit dem Ball arbeiten. Die Verbandsliga-Kicker des SSV 80 Gardelegen haben den Trainingsbetrieb seit kurzem wieder aufgenommen, achten jedoch bei aller Freude aber auch auf die Einhaltung des Hygienekonzeptes.

Dienstagabend, pünktlich 18.30 Uhr: Das Flutlicht brennt und auf dem Rasen wurden bereits Hütchen und Stangen positioniert. Norbert Scheinert, Trainer des Verbandsligisten SSV 80 Gardelegen, ruft seine Jungs kurz zusammen und begrüßt sie zu einer weiteren Trainingseinheit.

Natürlich ist das ganze Prozedere an strikte Vorgaben geknüpft. „Wir sind in erster Linie froh, dass wir wieder auf dem Platz stehen dürfen. Von daher nehmen wir das Hygienekonzept auch sehr ernst und setzen es konsequent um“, unterstreicht der SSV-Coach. So werden beispielsweise Anwesenheitslisten geführt und es wird penibel auf die Abstandsregeln geachtet, während die Duschen nach dem Training tabu sind. Dass sich die Gardelegener Fußballer damit arrangieren können und natürlich haben, beweist jede Trainingseinheit. „Man hat seit der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes gemerkt, dass die Jungs heiß waren und sich gefreut haben, wieder auf dem Platz zu stehen“, so Scheinert, der sich über eine mangelnde Trainingsbeteiligung nicht beschweren kann. Die Resonanz stimmte natürlich auch am Dienstagabend, denn insgesamt waren 19 Kicker vor Ort und gefühlt jeder hatte ein Grinsen im Gesicht. Kein Wunder, denn der Trainingsbetrieb hat ja lang genug geruht. Und wie bereits vor dem Lockdown behält der Trainer des SSV 80 Gardelegen seinen Modus bei, denn neben seinen Spielern aus der ersten Mannschaft sind auch einige A-Junioren mit dabei.

Nach einer kurzen Begrüßung schickt Norbert Scheinert seine Jungs in das Aufwärmprogramm: „Drei Runden einlaufen, in Fünfergruppen und achtet bitte auf den Abstand“, betont er.

Nach der langen Pause ist es einfach wichtig, dass sich die Jungs wiedersehen. Der soziale Aspekt steht also im Vordergrund.

Norbert Scheinert (Trainer des SSV 80 Gardelegen)

Das ganz große sportliche Ziel ist derzeit natürlich überhaupt nicht greifbar. Die laufende Saison wurde bekanntlich abgebrochen und wann die neue Spielzeit startet, steht aktuell noch nicht fest. Das weiß natürlich auch der Trainer. „Es ist doch klar, dass wir derzeit in den Trainingseinheiten keine großen Inhalte vermitteln können. Auf der einen Seite wissen wir ja noch nicht wann es wieder losgeht und auf der anderen Seite lassen die derzeitigen Vorgaben auch kein richtiges Training zu“, so Norbert Scheinert. Für ihn ist derzeit ein anderer Faktor von großer Bedeutung. „Nach der langen Pause ist es einfach wichtig, dass sich die Jungs wiedersehen und gemeinsam auf dem Platz stehen können. Der soziale Aspekt steht also im Vordergrund. Die Trainingsbeteiligung spricht in dem Punkt für sich“, freut sich der Gardelegener Trainer und ergänzt: „Wir beschränken uns derzeit auf die Dinge, die möglich sind, und arbeiten momentan eben viel am Passspiel. Wir wollen so langsam wieder in unseren Rythmus kommen. Sollten zeitnah weitere Lockerungen möglich sein, dann werden wir das Training auch wieder etwas intensivieren.“

Wie lange Scheinert mit der Mannschaft noch trainieren wird, kann er aktuell noch nicht sagen. „Ich denke, dass wir erst einmal so weitermachen, bis wir etwas genauer wissen, wann die neue Saison starten soll. Gut möglich, dass wir dann auch noch eine kleine Sommerpause einlegen, um dann voll in die Vorbereitung einzusteigen“, so der SSV-Coach.

Mit Blick auf die neue Saison wurde der Trainier auch schon abseits des Platzes aktiv. „Die Planung des Kaders läuft bereits“, berichtete Scheinert und verriet zudem: „Ich habe schon mit allen Spielern gesprochen und aktuell bleiben uns auch alle erhalten, was mich natürlich sehr freut.“

Eigener Nachwuchs weiter im Fokus

In Sachen möglicher Neuzugänge konnte der Gardelegener hingegen noch nichts konkretes vermelden. „Wir führen zwar schon Gespräche, aber da ist noch nichts spruchreif“, so der SSV-Trainer, der durchaus den einen oder anderen externen Spieler auf dem Zettel hat. Dennoch bleiben die Westaltmärker natürlich ihrer Philosophie treu und setzen auch weiterhin auf den eigenen Nachwuchs. Bei den A-Junioren sind nämlich durchaus ein paar Spieler dabei, die den Sprung in die erste Mannschaft schaffen könnten. „Da die Jungs bei uns mittrainieren, hab ich sie auch immer im Blick. Wir werden sie nach und nach an den Herrenbereich heranführen und dann auch langsam in die Mannschaft integrieren“, so Scheinert. Dass dies durchaus funktioniert ist bei den Gardelegenern längst kein Geheimnis. Maurice Bogdahn, Xaver-Dan Haak, Sascha Gütte, Simon Bache oder auch Florian Scheinert, die allesamt mittlerweile zu Stammspielern beim Verbandsligisten herangereift sind, sind sehr gute Beispiele dafür, dass die Nachwuchsarbeit des SSV funktioniert und auch Früchte trägt.

Mit Blick auf seinen aktuellen Kader hat der Gardelegener Trainer zwei verletzte Spieler zu beklagen. Zum einen plagt sich Marvin Bogdahn noch immer mit Knieproblemen herum. Dies trifft auch auf Steven Beck zu, der sogar unters Messer muss. „Bei ihm wird was am Meniskus gemacht. Aber der Arzt hat ihm versichert, dass er nach dem Eingriff nicht lange pausieren muss und relativ zügig wieder in das Training einsteigen kann“, informierte Norbert Scheinert.

Bereits am heutigen Donnerstag steht die nächste Trainingseinheit des SSV auf dem Programm. Und dann dürfte sich der Coach wieder über eine gute Resonanz auf dem Rasen freuen. Natürlich unter Flutlicht.

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