Trainer Sven Körner zieht im AZ-Interview die Saisonbilanz 2014/2015 des 1. FC Lok Stendal

„Fortschritt als Kollektiv“

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Klatschte auch Beifall zu den Leistungen seiner Mannschaft: Lok-Trainer Sven Körner. Mit Co Elimar Bubke (rechts) bildet er das Trainergespann.

Stendal. Wie in der Vorsaison musste Sven Körner auch in seinem zweiten Jahr als Trainer nach Abgängen eine Mannschaft entwickeln. Nach dem vierten Tabellenplatz in der Spielzeit 2013/2014 landete Fußball-Verbandsligist 1.

FC Lok Stendal in der abgelaufenen Saison 2014/2015 auf Rang sieben. Im Interview mit AZ-Sportredakteur Benjamin Post zieht Lok-Trainer Körner Bilanz und blickt voraus. Das sagt Körner über .

... die wiederholte Aufbauaktion einer Mannschaft.

„Das muss man vom Anfang der Saison an bewerten. Durch die Integration der neuen Spieler, musste sich die Mannschaft erst finden. Letztlich war es ein steiniger, lehrreicher und erfolgreicher Saisonverlauf. Es ist schön zu sehen, dass wir im Vergleich zum letzten Jahr das Niveau der fußballerischen Qualität halten konnten. Mit unserem Offensivspiel, vor allem mit dem Umschaltverhalten, können wir zufrieden sein. Eine Aufgabe der nächsten Monate ist es, dieses Niveau weiter auszubauen. Steigerungspotential sehe ich allerdings noch im Spiel gegen den Ball. Da sahen wir nicht immer gut aus, was uns auch einige Gegentore eingebracht hat.“

... den Entwicklungsprozess seiner Spieler.

„Ich denke, dass wir als Kollektiv den größten Fortschritt gemacht haben. Sicherlich muss man hier Spieler wie Moritz Instenberg, Benedikt Nellessen, Philipp Groß, Martin Gebauer, Vincent Kühn, Steven Schubert und Andreas Sommermeyer nennen, die dem Team Struktur verleihen, das Gerüst der Mannschaft bilden und auch in diesem Jahr noch einen Sprung gemacht haben. Aber auch junge Spieler wie Niclas Buschke, Lukas und Nils Breda, Philipp Grempler haben nochmal einen Sprung gemacht und sind noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung. Trotzdem muss man sagen, haben wir noch ein großes Potential, was wir noch nicht ausgeschöpft haben.“

... einen fertigen Spieler wie Moritz Instenberg der als bester Spieler herausstach.

„Ich denke vor allem für die jungen Spieler ist Moritz sportlich und charakterlich ein Vorbild. Es macht Spaß, mit solch einem Spieler jeden Tag zu arbeiten, da Mannschaft und Verein davon profitieren.“

... den Tabellenplatz des Teams.

„Wenn alles optimal gelaufen wäre und wir die Konstanz gehalten hätten, wäre der vierte Tabellenplatz sicherlich machbar gewesen.“

... die Zusammenarbeit mit seiner Mannschaft.

„Die Zusammenarbeit mit dem Team ist durchweg positiv. Wir kommunizieren, arbeiten und diskutieren viel miteinander. Ich habe Respekt vor der Arbeit der Mannschaft, die mit viel Akribie geleistet wird.“

... die Zusammenarbeit mit dem Vorstand nach seiner zweijährigen Tätigkeit.

„Hier hat sich über die Dauer der Zusammenarbeit schon ein echtes Vertrauensverhältnis aufgebaut. Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten bleiben nicht aus, aber wir finden immer einen gemeinsamen Nenner, und das macht die Arbeit so erfüllend.“

... die Vision von Lok-Präsident Ulrich Nellessen, die Top drei zu erreichen.

„Sicherlich haben wir eine tolle Basis gelegt. Ich traue es meinem Team auf alle Fälle zu, wenn wir Konstanz an den Tag legen und uns noch auf der einen oder anderen Position qualitativ verstärken.“

... Lok in drei Jahren.

„Momentan bewegt sich sehr viel beim 1. FC Lok Stendal. Jeder hat tolle Ideen und Visionen, die wir versuchen umzusetzen. Dies mitzuerleben, bereitet mir viel Freude. Das ganze überträgt sich auf alle Mannschaften, die der täglichen Arbeit mit Spaß nachgehen. Von daher bin ich der Meinung, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden, den 1. FC Lok nach langer Zeit wieder zu einem interessanten Verein in der Region zu machen. Was die Perspektive der erste Mannschaft angeht: Wir sind in der Verbandsliga eine der Mannschaften mit dem attraktivsten Fußball. Zudem haben wir innerhalb des Teams eine gute Mischung aus jungen, entwicklungsfähigen Spielern, sowie aus erfahrenen und gestandenen Spielern. Das Ziel für die Zukunft sollte lauten, die Zuschauer auch weiterhin mit unserem Spiel zu begeistern, uns weiterzuentwickeln und uns mittelfristig an die Spitze der Verbandsliga zu setzen.“

Von Benjamin Post

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