Flüsschen Jeetze verbindet

BOGENSCHIESSEN IN SALZWEDEL, TEIL 2 Wertschätzung für Günter Pinske

Günter Pinske hat sich bei den Salzwedeler Bogenschützen bis zu seinem Tod eine hohe Wertschätzung erworben.
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Günter Pinske hat sich bei den Salzwedeler Bogenschützen bis zu seinem Tod eine hohe Wertschätzung erworben.
  • Renee Sensenschmidt
    vonRenee Sensenschmidt
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Salzwedel – Das Bogenschießen ist eine der ältesten olympischen Sportarten, bei den Spielen im Jahr 1900 in Paris wurden erstmals Sieger ermittelt, vier Jahre später waren in St. Louis auch erstmals Frauen am Start.

Was vor vielen Jahrhunderten der Jagd diente und später auch bei kriegerischen Auseinandersetzungen von großer Bedeutung war, entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einer Präzisionssportart.

In der Hansestadt Salzwedel gehören die Bogensportler/innen zu den erfolgreichsten Athleten. Unzählige Landesmeistertitel und zahlreiche Titel und Medaillen wurden errungen. Gemeinsam mit dem langjährigen Spartenleiter Gustav Körtge blickt die Altmark-Zeitung in mehreren Teilen auf die fast 40-jährige Geschichte dieses Sportes in der Jeetzestadt zurück.

Verbandsgründung

Die WSG „Jenny-Marx“ Salzwedel gehörte am 22. September 1990 zu den sieben Vereinen aus den ehemaligen Bezirken Halle und Magdeburg, die in Leuna den Bogensportbund Sachsen-Anhalt gründeten, der dann auch im neu gegründeten Deutschen Bogensport Verband vertreten war.

Neue Kontakte

Bis zur Grenzöffnung war in Salzwedel nicht bekannt, dass es im benachbarten Wendland mit dem TuS Lüchow und den MTV Dannenberg zwei Vereine mit einer Bogensportsektion gab. Bereits im Dezember 1989 wurden die WSG-Sportler zu den Kreismeisterschaften eingeladen. Der Empfang war herzlich, örtliche Politgrößen ließen es sich nicht nehmen, die Jeetzestädter zu begrüßen. Geschockt mussten die Salzwedeler feststellen, dass ihre Ausrüstung der der Niedersachsen weit unterlegen war. Trotz dieser materiellen Nachteile waren die Leistungen der WSG-Schützen nicht weit von denen der Lüchow-Dannenberger entfernt.

Günter Pinske

Bei den Kreismeisterschaften lernten die Salzwedeler Günter Pinske vom MTV Dannenberg kennen, der sich in der Folgezeit aufopferungsvoll um die Bogensportler der WSG kümmerte. Er brachte die Jeetzestädter schnell auf den neuesten Stand der Bogensporttechnik und wurde Mitglied der WSG. Als Übungsleiter und Leistungsträger, der mehrere Landesmeistertitel erringen konnte, erwarb sich Günter Pinske bis zu seinem Tod eine hohe Wertschätzung. Ihm zu Ehren wurde der Günter-Pinske-Pokal ins Leben gerufen.

Jeetzepokal

Das Flüsschen Jeetze verbindet. Daher verabredeten die Bogensportler aus Lüchow, Salzwedel und Dannenberg die Durchführung eines Jeetzepokals, der sich später zu einem der größten Hallenturniere Norddeutschlands mauserte. Der 1. Jeetzepokal fand am 25. November 1990 in der Salzwedeler Kollwitz-Sporthalle statt. 60 Bogenschützen aus acht Vereinen gingen an den Start, Peter Gütschow siegte bei den Herren mit 515 Ringen vor Mathias Körtge, der 510 Ringe traf. In der Schülerklasse siegte Manja Hilke, Kersten Landsmann holte Silber bei den Damen.

Landesmeister

In Wolfen fanden im Januar 1991 die 1. Hallen-Landesmeisterschaften von Sachsen-Anhalt statt. Dabei sicherte sich Peter Gütschow mit 515 Ringen den Titel in der Herren-Konkurrenz. Dritte Plätze gab es für Kersten Landsmann (Damen), Nico Heberle (Junioren) und Gustav Körtge (Altersklasse). (VON GUSTAV KÖRTGE UND RENEE SENSENSCHMIDT)

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