RANDGESCHICHTEN: So lief das XXIX. Altmark Masters 

Der Fluch der guten Tat

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Erst gezaubert, dann gescheitert: Für Patrick Baudis und den 1. FC Lok Stendal endete das erste Masters des neuen Jahrzehnts mit einer Enttäuschung.

Beetzendorf – Sie glänzten in der Vorrunde und scheiterten, als es darauf ankam. Für den 1. FC Lok Stendal und den TuS Wahrburg endete das Turnier gegen zwei unterschätzte Gruppen-Dritte frühzeitig.

Es war schon nicht schlecht anzusehen, was der 1. FC Lok und der TuS in der Gruppenphase auf den Beetzendorfer Hallenboden zauberten.

Vor allem der Oberligist schien sich etwas vorgenommen zu haben und erstmals seit seinem letzten Titelgewinn 2017 in der nötigen Verfassung zu sein, den Masters-Pokal wieder ans „Hölzchen“ zu holen. In ihrer Gruppe B hatten die Stendaler gleich gar keine Probleme. Underdog Eiche Mieste wurde ebenso locker dominiert (4:1) wie der Kreveser SV (5:1) und die etwas stärker eingeschätzten Bismarker (5:1).

Vor allem das Duo Tim Kolzenburg und Denis Neumann hatte bei seinem ersten Masters-Auftritt spürbar Spaß und steuerte zusammen zehn der 14 Stendaler Vorrunden-Treffer bei. Bei so viel Spielfreude sollten die bis dato schwachen Liestener im Viertelfinale keine Hürde darstellen. Doch der 1. FC Lok scheiterte – an seiner eigenen Überheblichkeit. In der Schlussminute schenkte der hoch überlegene Favorit dem SVL leichtfertig den 1:1-Ausgleich, um dann im Neunmeterschießen den Kürzeren zu ziehen.

Die Sensation war perfekt. Lok Stendal war draußen und wusste nicht so recht warum. „Ich habe noch gewarnt, weil Liesten gar nicht im Turnier gewesen ist. Der Fußball ist eben nicht berechenbar und dann verlierst du so ein Spiel“, reagierte Trainer Jörn Schulz leicht angesäuert. Für seine Spieler folgte die Quittung auf dem Fuß: Sie mussten das Masters bis zum Ende als Zuschauer verfolgen und durften nicht vorzeitig die Heimreise antreten.

Etwas weniger dramatisch war das Ausscheiden des TuS Wahrburg. Er ging maximal als kleiner Geheimfavorit ins Rennen, mauserte sich in der Vorrunde aber zu einem ernsthaften Titelanwärter. Drei Spiele, drei Siege. Darunter auch ein verdientes 4:2 gegen Titelverteidiger Eintracht Salzwedel. Es war eine Kampfansage an die Konkurrenz. Doch gleich im ersten K.o.-Spiel ging dem Landesklassisten die Luft aus – 1:6 gegen Medizin Uchtspringe. „Ein schlechtes Spiel hast du in jedem Turnier bei. Wir hätten lieber in der Gruppe ein Spiel verlieren sollen“, sinnierte Sport-Koordinator Marc Teichert.

VON TOBIAS HAACK

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