XXIX. ALTMARK MASTERS – ENDSPIELE Gardelegen setzt sich 3:1 durch

Finale endet mit wilden Szenen

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Bei Michael Adam (Mitte) und dem SV Medizin Uchtspringe brannten in der Schlussphase des Finales die Sicherungen durch. Im Fokus der Kritik stand Schiedsrichter Marco Peters (rechts).

Beetzendorf – Dass bei einem Hallenfußball-Turnier am Ende nicht immer die beste Mannschaft den Sieg davonträgt, stellte der SSV 80 Gardelegen am Sonntag unter Beweis. Die Landesliga-Kicker aus der Rolandstadt sicherten sich zwar bei der XXIX. Auflage des Altmark Masters den Turniersieg, zeigten dabei jedoch im gesamten Turnierverlauf eine eher durchwachsene Leistung.

Dass es dennoch zum Turniersieg reichte, war auch der mitspielenden Konkurrenz geschuldet.

Finale

Das Endspiel des XXIX. Altmark Masters wurde am Ende zu einer hitzigen Angelegenheit. Der SSV 80 Gardelegen und der SV Medizin Uchtspringe lieferten sich dabei lange ein spannendes Duell. Zwar hatten die SSV-Kicker mehr Spielanteile, konnten diese jedoch zunächst nicht in Tore ummünzen. Nach knapp zehn gespielten Minuten sorgten dann Hannes Malek und Simon Bache für eine scheinbar beruhigende 2:0-Führung. Doch ein Eigentor von Martin Gille sorgte für erneute Spannung – 2:1.

In der Schlussphase wurde es dann hektisch. Die Uchtspringer fühlten sich mehrmals vom Unparteiischen benachteiligt. Immer wieder kam es zu hitzigen Diskussionen zwischen den Medizinern und Schiedsrichter Marco Peters. Diese gipfelten in Gelben Karten für Michael Adam sowie Marcel Brinkmann. Robin Stoppa konnte sich überhaupt nicht beruhigen und sah sogar den Roten Karton.

Elf Sekunden vor dem Ende bekamen die Gardelegener dann einen Neunmeter zugesprochen. Bache scheiterte zwar zunächst am Uchtspringer Keeper Daniel Meinert, sorgte im Nachsetzen jedoch für das 3:1 und damit auch für die Entscheidung. Die Mediziner waren nun völlig aus dem Häuschen und wollten den Anstoß – es waren noch knapp drei Sekunden auf der Uhr – gar nicht mehr ausführen. Auf der anderen Seite konnten die Gardelegener dann aber ihren Turniersieg bejubeln, während die Uchtspringer für ein eher unrühmliches Ende sorgten.

„Wir haben seit Jahren unser schlechtestes Turnier gespielt. Das wurde bereits in der Vorrunde deutlich. Daher hätte ich nie gedacht, dass wir ins Finale kommen und am Ende auch noch gewinnen. Aber es gehört auch immer ein bisschen Glück dazu, denn im Viertelfinale sind mit dem 1. FC Lok Stendal und Saxonia Tangermünde zwei sehr spielstarke Mannschaften ausgeschieden. Schlussendlich sind wir aber natürlich zufrieden“, zog SSV-Trainer Norbert Scheinert nach dem 3:1-Finalerfolg ein regelrecht bescheidenes Fazit.

Spiel um Platz drei

Im kleinen Finale standen sich der SV Eintracht Salzwedel und der SV Liesten gegenüber, die bereits in der Vorrundengruppe A die Klingen kreuzten. Dort behielt der SVE klar mit 4:0 die Oberhand und ließ sich auch im Spiel um Platz drei nicht überraschen, denn am Ende siegten die Salzwedeler mit 5:2. Zunächst entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, ehe Luca Nowak die Eintracht mit einem Doppelschlag 2:0 in Führung schoss und damit die Weichen auf Sieg stellte.

Die Liestener setzten dann alles auf eine Karte und agierten in den letzten Minuten mit einem „fliegenden Torhüter.“ Doch dieser Schachzug brachte nicht den gewünschten Erfolg. Im Gegenteil, denn die Salzwedeler hatten nach Ballgewinnen leichtes Spiel, sodass Malte Liestmann und Fridolin Hamann alles klar machten. Steven Beck besorgte dann zwar den Ehrentreffer, doch im direkten Gegenzug traf Fabian Beck zum 5:1. Das 2:5 durch Stephan Benecke war lediglich Ergebniskosmetik.

VON TOBIAS WEBER

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