Fußball – Testspiel: Lok-Trainer Körner nach 1:3-Pleite gegen Luckenwalde nicht unzufrieden

„Der Feinschliff kommt erst noch“

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Kapitän Philipp Groß (rechts) überzeugte als linker Innenverteidiger in Stendals Fünferketten-Experiment.

tha Stendal. Fußball-Oberligist 1. FC Lok Stendal hat am Sonnabend-Nachmittag eine weitere Testspiel-Niederlage kassiert.

Im Gegensatz zur peinlichen 1:2-Pleite unter der Woche gegen Landesklassist Rot-Weiß Arneburg, war das 1:3 gegen den FSV Luckenwalde aber zu verschmerzen, handelte es sich doch um einen höherklassigen Gegner, der sich zudem in der Winterpause gut verstärkt hat.

Lok-Trainer Sven Körner nutzte die Partie gegen den Regionalligisten, um an einer neuen Defensiv-Variante zu arbeiten. Er ließ seine Mannschaft in einem 5-2-1-2-System auflaufen. Die Folge: Stendal agierte mit bis zu acht Spielern im Zentrum und versuchte somit den Spielfluss des Gegners komplett zum Erliegen zu bringen. In der Anfangsphase ging dieser Plan noch nicht auf. Die Stendaler hatten Mühe, sich an die neue Ordnung zu halten und offenbarten vor allem auf der linken Seite große Lücken. Die Führung für Luckenwalde entsprang allerdings einem ruhenden Ball von Pascal Borowski, der dank eines Fehlers des neuen Lok-Keepers Lukas Kycek den Weg ins Tor fand (8.).

„Anfangs hatten wir Probleme mit den Abläufen und den seitlichen Verschiebebewegungen. Ab der 15. Minute wurde es aber besser und wir haben den Gegner phasenweise sogar über Ballbesitz kontrollieren können“, analysierte Körner.

Richtig Struktur bekam das Stendaler Spiel nach einer halben Stunde, als Benedikt Nellessen vom Sturm ins zentrale Mittelfeld versetzt wurde und dort permanent Bälle forderte und verteilte. Lok war nun mindestens gleichwertig und fing an, sich den Ausgleich zu verdienen. Nach einigen Chancen war es schließlich Steven Schubert, der nach einem Freistoß abstaubte und damit seine starke Leistung krönte – 1:1 (66.).

Aufgrund zahlreicher Wechsel während des zweiten Durchgangs und einer weiteren Systemumstellung verlor Lok in der Schlussphase seine Linie und letztlich auch noch das Spiel. Leonel Kadiata (81.) und Daniel Becker (86.) sorgten mit relativ einfachen Toren für den 3:1-Erfolg des Favoriten. „Die letzten Tore schenken wir zu leicht her. Dennoch war es ein Schritt nach vorne und der Feinschliff kommt ja jetzt erst noch“, zog Körner ein zufriedenes Fazit.

• Tore: 0:1 Pascal Borowski (8.), 1:1 Steven Schubert (66.), 1:2 Leonel Kadiata (81.), 1:3 Daniel Becker (86.).

• 1. FC Lok Stendal: Kycek - Iereidis (60. Bubke), Groß, Schubert, Mahrhold (75. M. L. Schmidt), Krüger (46. N. Breda) - Balaskas (ab 30.), L. Breda (60. M. P. Schmidt) - Erdmann - Nellessen (75. Seidel-Holland), Buschke (50. Salge).

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