Fußball-Landesklasse: Grün-Weiß Potzehne bezwingt Gardelegen mit 1:0 (0:0)

Dem SSV fehlt das Derby-Feuer

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Potzehnes Schlussmann Matthias Wagner (Mitte) bekam im Spiel gegen den SSV Gardelegen nur selten etwas zu tun.

twe Potzehne. Am fünften Spieltag der Fußball-Landesklasse hat es den SSV Gardelegen erwischt. Im Nachbarschaftsduell unterlagen die Rolandstädter beim SV Grün-Weiß Potzehne mit 0:1 (0:0) und kassierten damit ihre erste Saisonniederlage.

Während der Tabellenführer aus Gardelegen nach dem Schlusspfiff enttäuscht und mit hängenden Köpfen vom Platz schlich, brandete auf der anderen Seite unbändiger Jubel auf, hatte doch das Schlusslicht aus Potzehner den ersten Dreier der noch jungen Saison eingefahren.

„Dass die erste Niederlage irgendwann kommt, war uns klar. Schade, dass es ausgerechnet in so einem Derby passieren musste. Unterm Strich geht der Sieg der Potzehner aber in Ordnung“, fasste SSV-Trainer Norbert Scheinert nach dem Spiel zusammen und hatte direkt einen Grund, warum seine Mannschaft leer ausging, parat. „Wir haben zu keinem Zeitpunkt zu unserem Spiel gefunden. Mit der Spielweise der Potzehner haben wir schon gerechnet, aber mir hat heute eindeutig das Feuer bei meiner Mannschaft gefehlt“, so der Gardelegener Trainer. In einer insgesamt sehr chancenarmen Partie agierten die SSV-Kicker enorm verkrampft. Die ersatzgeschwächten Potzehner machten indes aus ihrer Not eine Tugend und warfen ihre gesamte Kampfkraft in die Waagschale. Das sollte sich schlussendlich auch auszahlen. Allerdings mussten die Potzehner Anhänger bis zur 86. Minute warten, um zu jubeln. Nach einer guten Flanke von Ingo Wiegmann wurde Michael Lippert von der SSV-Deckung am zweiten Pfosten sträflich allein gelassen und köpfte zum späten Siegtreffer für die Grün-Weißen ein. „Endlich ist unsere Taktik mal aufgegangen“, freute sich Potzehnes Trainer Erich Krümmling.

Die Gardelegener kamen ihrerseits in der Offensive nicht wie gewohnt zur Geltung und blieben in Sachen Torabschluss weitestgehend schwach. „Diese Niederlage wirft uns aber nicht um“, so Scheinert abschließend.

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