Fußball - 3. Liga

FCM kann mit Kaiserslautern einen direkten Konkurrenten abschütteln

Jürgen Gjasula, Fußballprofi beim 1. FC Magdeburg, tritt im Spiel beim FC Bayern München II zum Elfmeter an und trifft.
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Mit seinem Treffer vom Elfmeterpunkt machte Jürgen Gjasula den 2:0-Sieg bei der Reserve des FC Bayern München perfekt. Der Routinier ist unter Christian Titz gesetzt.
  • Sabine Lindenau
    vonSabine Lindenau
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Magdeburg – Die Fans sind schon total euphorisch, die Mannschaft und auch der Trainer bleiben weiter fokussiert. Wenn morgen ab 14 Uhr der 1. FC Kaiserslautern in der MDCC-Arena gastiert, dann geht es für den 1. FC Magdeburg nicht nur um drei weitere wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Sondern auch darum, einen direkten Konkurrenten abzuschütteln.

„Wir haben uns alle über den Auswärtssieg in München gefreut und wissen, dass es ein wichtiger war.“ Dennoch ging es für Christian Titz und seine Schützlinge in dieser Woche direkt weiter mit der intensiven Vorbereitung. Nach dem 2:0 bei der Bayern-Reserve konnte der FCM endlich die Abstiegsränge verlassen. Durch den Uerdinger Erfolg am Mittwochabend im Nachholspiel in Meppen ist die Titz-Elf aber wieder in die Gefahrenzone gerutscht, aus der sie sich morgen wieder herausmanövrieren kann. Das Selbstvertrauen ist nach sieben Punkten aus den jüngsten drei Begegnungen gestärkt, im Training geben alle Vollgas.

Und so hat Titz auch die Qual der Kaderwahl. Lediglich Dustin Bomheuer, Maximilian Franzke und Henry Rorig, die sich im Aufbautraining befinden, können nicht auflaufen. Kai Brünker, der in München gelb-gesperrt pausieren musste, dürfte wieder eine Sturm-Option sein. Auch Florian Kath ist seit Anfang der Woche wieder voll ins Mannschaftstraining integriert. So scheint es eher unwahrscheinlich, dass der Trainer auf die gleiche Startformation setzt wie in München. „Wir haben mehrere Spieler, die gute Trainingsleistungen bringen. Ich will die nächste Trainingseinheit noch sehen, dann werden wir abwägen“, ließ sich Titz wie gewohnt nicht in die Aufstellungskarten blicken.

Für uns ist es ein Heimspiel gegen einen direkten Mitkonkurrenten. Die Marschroute ist klar, wir wollen einen Sieg einfahren.

Christian Titz, Trainer 1. FC Magdeburg

Was klar scheint, ist, dass der FCM auf dem schlechten Rasen in der MDCC-Arena anders agieren wird als in München. Die Partie gegen die Roten Teufel dürfte kampfbetonter werden. Schöne Spielzüge sind auf dem Magdeburger Geläuf kaum umsetzbar. So setzt Titz zunächst auf die Grundbasics: Lauf- und Zweikampfbereitschaft, konzentriertes Agieren gegen den Ball, aber auch bei Ballbesitz. „Für uns ist es ein Heimspiel gegen einen direkten Mitkonkurrenten. Die Marschroute ist klar, wir wollen einen Sieg einfahren.“ Seine Schützlinge bringen die Qualität und den Willen mit, die äußeren Bedingungen anzunehmen. „Wir wollen das Spiel kontrollieren.“ Aber die Blau-Weißen wissen auch um die Stärken der Gäste. Zwar steht Kaiserslautern einen Platz hinter dem FCM und konnte zuletzt viermal nicht gewinnen. Aber: „Wir treffen auf einen Gegner, der seine Qualitäten hat, auch wenn er unten mit drin steht.“ Darum gelte es, von Beginn an hoch konzentriert und mit der richtigen Einstellung in die Partie zu gehen.

Titz rechnet nicht damit, dass die Gäste ihren Spielrhythmus verloren haben könnten, obwohl ihr Heimspiel am vergangenen Wochenende wegen starker Orkanböen kurzfristig abgesetzt werden musste. „Ich denke, dass beide Mannschaften mit einer ähnlichen Voraussetzung das Spiel angehen werden.“ Es könnte aber eine Partie werden, in der ruhende Bälle über Sieg oder Niederlage entscheiden, weil der Rasen flaches Kombinationsspiel kaum zulassen dürfte. Standardsituationen werden bei den Magdeburgern aber immer intensiv trainiert, betonte der Cheftrainer. Weil sie einen Großteil der Tore „für und gegen dich ausmachen.“ Eigene ruhende Bälle nutzen, Freistöße und Ecken für den Gegner möglichst verhindern: Das ist Teil des Plans für morgen. Die Bereitschaft sei groß, was den Trainer optimistisch stimmt. „Ich bin guter Dinge.“

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