Fußball - 3. Liga

FCM: Christian Titz setzt auf Vertrauen und Zusammenhalt

Christian Titz, der neue Trainer des 1. FC Magdeburg, betritt erstmals die MDCC-Arena in Magdeburg.
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Angekommen: Am Sonnabend hat Christian Titz sein Amt als neuer Cheftrainer des 1. FC Magdeburg angetreten. Schon heute Abend bei Türkgücü München wird er an der Seitenlinie stehen.
  • Sabine Lindenau
    vonSabine Lindenau
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Magdeburg - Am Freitag wurde das Geheimnis gelüftet, am Sonnabend stellte er sich bei einer virtuellen Pressekonferenz selbst vor. Christian Titz hat seinen Job als neuer Cheftrainer des 1. FC Magdeburg angetreten.

„Ich denke, er ist der richtige Mann am richtigen Ort.“ Was Otmar Schork am Sonnabendmittag bei der virtuellen Pressekonferenz sagte, teilen auch die Fans. Der Sportdirektor des 1. FC Magdeburg holte mit Christian Titz einen erfahrenen Trainer an die Elbe, „der zu hundert Prozent die Aufgabe angehen wird und extrem motiviert ist.“ In den sozialen Medien freuen sich die Fans darüber, dass der einstige HSV-Trainer, der bis vor achte Monaten bei Rot-Weiß Essen unter Vertrag stand, verpflichtet wurde. Die Magdeburger Anhänger sind überzeugt, dass es Titz gelingt, den Club aus der Abstiegszone zu befreien und den Klassenerhalt zu sichern.

„Es ist wichtig, dass wir allen an einem Strang ziehen“, erhofft sich der neue Cheftrainer einen Zusammenhalt, der über die Mannschaft und den Trainerstab hinausgeht. Im Umfeld, das zuletzt immer wieder den Rauswurf von Thomas Hoßmang gefordert hatte, scheint er auf jeden Fall Hoffnung geweckt zu haben. Er freut sich auf die Herausforderung, weiß aber auch um die Schwere der Aufgabe. „Aber im Fußball gehört immer Mut dazu“, sagt Titz. „Wir haben ein gutes Potenzial in der Mannschaft. Wir stehen aber vor einem Weg, der über mehrere Spiele geht, wo wir uns step by step entwickeln wollen.“

Ich schaue nicht zurück. Alle Spieler fangen bei mir bei Null an.

Christian Titz, neuer Cheftrainer 1. FC Magdeburg

Klar, auch ein Coach mit Bundesliga-Know-how kann keine Wunder bewirken. Titz geht es zunächst darum, die Spieler kennenzulernen, Vertrauen aufzubauen. Und sie in kürzester Zeit auf das heutige Spiel bei Türkgücü München vorzubereiten. Gut zwei Tage blieben ihm dafür nur.

Auch wenn es schwerfalle, solle der Blick nicht zu sehr auf die Tabelle gerichtet werden. Der Fokus gelte immer nur dem kommenden Spiel. Der neue Coach wolle seinen Schützlingen vermitteln, dass es erlaubt sei, Fehler zu machen. Aber dass es danach direkt weitergehen müsse, „dass wir nicht aufhören.“

Und so rechnet sich Titz am Montagabend (Anpfiff 19 Uhr) auch in München etwas aus. Zumal der FCM für den Gegner nicht ausrechenbar sei. Wer in der Startelf steht, ist unklar. Denn: „Ich schaue nicht zurück. Alle Spieler fangen bei mir bei Null an.“ Und so habe jeder die Möglichkeit, sich für die Startformation zu empfehlen. Titz deutete schon einmal an, sowohl offensiv als auch defensiv etwas ändern zu wollen. Eben den neuen Impuls von außen zu bringen, der dem FCM in der 3. Liga wieder zu einer Stärke verhelfen soll, die er einst hatte. Vor allem auch mental. Denn zuletzt war oftmals der Kopf das Problem. Der Glaube hat gefehlt. Den Profis verlorenes Selbstvertrauen zurückzugeben, daran wird der neue Coach arbeiten. Übrigens gemeinsam mit dem vorhandenen Stab. Was bedeutet, dass Silvio Bankert und Matthias Mincu als Co-Trainer bleiben.

Titz soll schon heute Abend in München an der Seitenlinie stehen. Ein erfolgreicher Auftakt wäre natürlich perfekt bei seinem kurzfristigen Ziel, den Klassenerhalt zu sichern. Auch wenn er noch nie Drittliga-Trainer war, so kennt er die Klasse schon. In den vergangenen acht Monaten, als er vereinslos war, hat er sich Spiele von der ersten bis zur vierten Liga angeschaut. Und das ganz in Ruhe. Berührungspunkte mit dem 1. FC Magdeburg hatte er nicht. Bis auf Schork und Morten Behrens, den er beim HSV trainiert hat, kennt er niemanden in der Stadt. Das hat sich seit seiner Ankunft in der Elbestadt geändert. Direkt nach der Pressekonferenz und einem kurzen Fototermin in der MDCC-Arena ging es mit den Spielern auf den Trainingsplatz. Dort hat die Mission Klassenerhalt für Titz begonnen.

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