Fußball 3. Liga

FCM im Abstiegskampf bei Viktoria Köln gefordert

Frust nach Abpfiff. Die Drittliga-Fußballer des 1. FC Magdeburg lassen nach dem 0:1 in Wiesbaden die Köpfe hängen.
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Direkt nach der unglücklichen Niederlage war die Enttäuschung groß. Doch die Drittliga-Profis des 1. FC Magdeburg zeigten in Wiesbaden eine deutliche Steigerung und wollen heute bei Viktoria Köln siegen.
  • Sabine Lindenau
    vonSabine Lindenau
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Magdeburg – Der Aufwärtstrend war deutlich erkennbar. Nach der 0:4-Heimklatsche gegen Verl präsentierte sich der 1. FC Magdeburg bei der unglücklichen 0:1-Niederlage in Wiesbaden am Sonnabend mit einem ganz anderen Gesicht. 

Auch wenn ein Erfolg (noch) ausblieb: Endlich war eine Mannschaft auf dem Rasen, die sich gegen den drohenden Abstieg aus der 3. Liga wehrt.

Das Pech des Kellerkindes

„In solchen Situationen gehen solche Spiele genauso aus.“ Rüdiger Rehm, Trainer des SV Wehen Wiesbaden, wusste, wie glücklich der Sieg für seine Mannschaft war. „Es ist nicht verdient“, gestand der Erfolgscoach ein. Während Wehen in diesem Jahr weiter ungeschlagen bleibt und nun auf dem dritten Tabellenplatz steht, hatte der FCM das Pech am Stiefel kleben. Die Elf von Trainer Christian Titz war über die komplette Distanz das aktivere Team, hatte im Abschluss aber nicht das Glück auf seiner Seite. Kai Brünker (8.) und Baris Atik (58.) ließen Großchancen ungenutzt. Wiesbadens Jokov Medic traf fast aus dem Nichts zum 1:0-Endstand (80.). Und sorgte damit für die sechste Magdeburger Niederlage in Folge.

Die wichtigen Basics

Ließ der FCM gegen Verl noch sämtliche Grundvoraussetzungen, die es im Abstiegskampf braucht, vermissen, brachte er diese in Wiesbaden auf den Rasen. Wille, Leidenschaft, Zweikampfstärke: Titz sah endlich eine Mannschaft, die als Einheit auftrat. „Wie wir gegen den Ball gespielt haben, wie wir den Ball haben laufen lassen und uns Möglichkeiten erarbeitet haben: Wir waren sehr griffig.“ Das sind die Basics, die der Cheftrainer sehen will. Die Steigerung war für ihn nicht verwunderlich. Und das, obwohl es galt, das Debakel gegen Verl aufzuarbeiten. „Es war klar, dass wenn wir Zeit haben, die Dinge zu trainieren, dass wir sie auch festigen würden.“

Das Positive mitnehmen

Viel Zeit, über die knappe Niederlage nachzudenken, bleibt nicht. Aber auch nicht viel, um sich vorzubereiten. Nach Abpfiff reisten die Blau-Weißen schon weiter nach Köln, kamen am Sonntag schon zur ersten Auswärts-Trainingseinheit zusammen. Heute Abend kann es im Nachholspiel bei Viktoria Köln nur um einen Sieg gehen. Für Titz wäre es der erste als FCM-Trainer. Ab 17 Uhr müssen seine Schützlinge dort ansetzen, wo sie in Wiesbaden aufgehört haben. „Es ist im Fußball nur eine Frage der Zeit, bis es in deine Richtung umkippt“, geht Titz davon aus, dass die nötigen Punkte geholt werden können, um die Klasse zu halten. Wie seine Jungs in Wiesbaden aufgetreten sind, „kommt dem sehr nah, was wir sehen wollen.“ Den Gegner anlaufen, Zweikämpfe annehmen, keine Laufduelle scheuen: Wenn das heute Abend gelingt, „haben wir gute Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden.“ Woran im Training noch gearbeitet wurde, waren Standard-Situationen. Aus neun Ecken bei Wehen konnte der FCM kein Kapital schlagen.

Der Kampf gegen die Zeit

Noch stehen 13 Spiele aus. Noch sind 39 Punkte zu vergeben. Der FCM steht seit Wochen bei 21 Zählern und auf Rang 19. Titz betont immer wieder, dass es Zeit braucht, die Dinge umzusetzen. Doch ihm ist auch bewusst, dass seine Mannschaft anfangen muss, Siege einzufahren. Dennoch gilt sein Fokus immer nur dem nächsten Spiel. Und darauf, die positiven Aspekte mitzunehmen und darauf aufzubauen. Das Spiel in Wiesbaden hat - bis auf die Abschlussschwäche - gezeigt, dass der FCM das Potenzial hat, in der 3. Liga zu bleiben. Aufbauende Worte gab es von Rüdiger Rehm, dem der Aufwärtstrend nicht entgangen ist: „Ich wünsche Magdeburg, dass sie die nächsten Spiele für sich entscheiden und nicht als unverdienter Verlierer vom Platz gehen.“

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